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11.01.2017 | Originalien | Ausgabe 6/2017

Notfall +  Rettungsmedizin 6/2017

Entwicklung eines Curriculums für Notfallpflege an der Charité

Qualifikation gleich Qualität

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 6/2017
Autoren:
Dipl. Wirtschaftspädagogin B.S. c. M. Machner, M. Möckel, B. Liehr, T. Lindner, M. Göpel, A. Leifert, S. Bieberstein, K. Wedler, B. A. Leidel
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Die Online-Version dieses Beitrags (doi:10.​1007/​s10049-016-0255-5) enthält eine weitere Tabelle zur Übersicht über die verwendete Literatur für den konzeptuellen Rahmen des Curriculums. Beitrag und Zusatzmaterial stehen Ihnen im elektronischen Volltextarchiv auf www.​springermedizin.​de/​notfall-und-rettungsmedizin zur Verfügung. Sie finden das Zusatzmaterial am Beitragsende unter „Supplementary Material“.
M. Machner und M. Möckel haben gleichermaßen zu diesem Artikel beigetragen.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die interdisziplinäre und multiprofessionelle Versorgung von Patienten in Notaufnahmen ist durch zunehmende Komplexität bei hohen Fallzahlsteigerungen, knappen Ressourcen und dem oftmals limitierenden Faktor Zeit gekennzeichnet. Die Notfallversorgung erfordert daher von Pflegekräften ein hohes Qualifikations- und Kompetenzniveau.

Methodik

Eine interdisziplinäre, multiprofessionelle Expertengruppe der Charité – Universitätsmedizin Berlin erarbeitete über 2 Jahre prozessbegleitend ein Curriculum für die Fachweiterbildung (FWB) Notfallpflege. Die Entwicklung basierte auf einem Mixed-Methods-Ansatz und schloss neben einer systematischen Literaturrecherche auch Empfehlungen der Fachgesellschaften und halbstrukturierte Interviews ein. Parallel zur Etablierung des neuen Curriculums erfolgte die kontinuierliche Evaluation einer Pilotphase. Die Ergebnisse dieser Evaluation flossen in das endgültige Curriculum ein. Alle Abstimmungen der Expertengruppe erfolgten durch formale Konsensfindungstechnik mittels nominalen Gruppenprozesses.

Ergebnisse

Das entwickelte Curriculum besteht aus 20 sequenziellen Basis- und Fachmodulen unter Einbezug einer pflegetheoretisch determinierten Struktur und wird tätigkeitsbegleitend über 2 bis maximal 3 Jahre vermittelt. Es basiert v. a. auf einer leitsymptombasierten Herangehensweise und berücksichtigt insbesondere auch den fehleranfälligen Faktor Mensch.

Schlussfolgerungen

Trotz deutlichem Bedarf sind einheitliche Empfehlungen in der medizinischen Aus- und Weiterbildung von Pflegekräften im Sinne einer kompetenzorientierten Bildung immer noch kaum vorhanden. Die Umsetzung der FWB Notfallpflege kann zur erweiterten Handlungsautonomie für Pflegekräfte bei Förderung der professionellen Kooperation auf der Basis höherer Kompetenzen dienen. Eine staatliche Anerkennung für die Berufsbezeichnung Notfallpflege liegt im Land Berlin seit dem 15.7.2016 vor.

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Zusatzmaterial
Supplement Tab. 1 (S1): Übersicht über die verwendete Literatur für den konzeptuellen Rahmen des Curriculums
10049_2016_255_MOESM1_ESM.docx
Literatur
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