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07.12.2016 | Originalien | Ausgabe 6/2017 Open Access

Notfall +  Rettungsmedizin 6/2017

Laienreanimation als entscheidende Erfolgsmaßnahme

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 6/2017
Autoren:
J. Götz, B. Petutschnigg, A. Wasler, D. Wran-Schumer, P. Hansak
Wichtige Hinweise
Die retrospektive Studie wurde im Rahmen der Diplomarbeit „Die telefonisch begleitete Reanimation bei Herz-Kreislauf-Stillstand – Erfolgsanalyse nach einer durchgeführten Laienreanimation“ durchgeführt. Studienergebnisse, Textinhalte und Grafiken wurden aus der Diplomarbeit entnommen.

Zusammenfassung

Einleitung

Der Herz-Kreislauf-Stillstand ist mit 42 % die häufigste Todesursache in Österreich. Ziel dieser Arbeit ist, die Effizienz einer Laienreanimation zu bestätigen.

Methode

Es wurde eine 12-monatige retrospektive Studie zur Auswertung der außerklinischen Herz-Kreislauf-Stillstände vom 01.10.2014 bis 30.09.2015 durchgeführt. Die Daten aus den Protokollen des NEF Ost (LKH-Universitätsklinikum Graz) und dem Telefonreanimationsregister wurden gemäß dem Utstein Style erfasst.

Ergebnisse

Von den insgesamt 232 (17/100.000 Einwohnern) außerklinischen Herz-Kreislauf-Stillständen wurden 59 Einsätze vor Eintreffen des Notarzts storniert. Daraus ergibt sich ein Patientengut von n = 173 analysierten außerklinischen Herz-Kreislauf-Stillständen (HKS). Die Mehrheit, 65,3 % (113 von 173 HKS) der Notfälle, war männlichen Geschlechts und das durchschnittliche Alter betrug 71 Jahre. In 39,9 % (69 der 173 HKS) wurde der Stillstand von Ersthelfern beobachtet und in 31,8 % (55 von 173 HKS) eine Laienreanimation durchgeführt. Eine telefonangeleitete Reanimation wurde bei 22 Einsätzen vermerkt. Im Rahmen der 12 Monate war 4‑mal ein automatischer externer Defibrillator (AED) in Gebrauch. Insgesamt war bei 60 Herz-Kreislauf-Stillständen ein AED in unter 300 m Entfernung gewesen, welche bei der durchschnittlichen Hilfsfrist von 11,5 min vor Eintreffen des Notarztes gut erreichbar gewesen wären. Zusammenfassend wurden bei 71,7 % (124 der 173 HKS) Advanced-Cardiac-Life-Support(ACLS)-Maßnahmen durchgeführt. So konnten 45 Patienten ins Krankenhaus transportiert werden und 6,9 % (12 von 173 HKS) wurden lebend entlassen oder überlebten das Geschehen über 30 Tage. Insgesamt wurden 75 % (9 von 12 Outcome) der Patienten mit Langzeitüberleben laienreanimiert.

Schlussfolgerung

Durch die Laienreanimation kann ein signifikant besseres Langzeitüberleben erzielt werde. Das Angebot der Telefonreanimation hat zum Ziel, die Anzahl der durchgeführten Laienreanimationen sowie den Gebrauch eines AED weiter zu steigern.
Literatur
Über diesen Artikel

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