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Medizindidaktik

Erfolgreich lehren und Wissen vermitteln

Über dieses Buch

Diese praxisorientierte Kurzanleitung richtet sich an Lehrende in medizinischen Studiengängen, die ihre Lehrkompetenz aufbauen oder verbessern wollen - mit vielen Tipps zum direkten Transfer in die eigene Lehre. Markant illustriert, präsentieren die Autoren das didaktische Handwerkszeug von der Planung über die Durchführung und Vermittlung der Inhalte bis zum Überprüfen und Bewerten des Lernerfolgs bei den Studierenden. Das Buch bietet Anwendungsbeispiele u.a. für Vorlesungen, Seminare und interne Fortbildungsveranstaltungen an Kliniken. Es liefert konkrete Hinweise zur Betreuung und Anleitung von Famulanten, PJ´lern oder Studierenden im Blockpraktikum auf der Station und für den Unterricht am Krankenbett

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. 1. Lernpsychologische Grundlagen

    Thomas Kollewe, Falk Ochsendorf, Monika Sennekamp
    Zusammenfassung
    Eine wichtige Basis für die erfolgreiche Wissensvermittelung ist die Berücksichtigung der lernpsychologischen Grundlagen des Lernens sowie der Aneignung von Fertigkeiten. Neben der Funktionsweise des Gedächtnisses sind es auch die unterschiedlichen Einflussfaktoren, wie Motivation, Aktivität beim Lernen oder die Ausgestaltung von Wiederholungen, die in diesem Kapitel beschrieben werden. Auf der Basis empirischer Befunde werden sieben Prinzipen vorgestellt, durch die sich der Lernprozess steuern und fördern lässt. Um die Berücksichtigung dieser Prinzipien zu erleichtern, werden jeweils Beispiele für die praktische Umsetzung gegeben.
  3. 2. Kompetenzen, Lernziele und Lehrveranstaltungsplanung

    Thomas Kollewe, Monika Sennekamp, Falk Ochsendorf
    Zusammenfassung
    Um den eigenen Unterricht optimal planen zu können, ist es wichtig, im Vorfeld zu klären, was genau die Lernenden am Ende können bzw. wissen sollen. Die leitende Frage dabei ist „Was will ich wem wo und wie vermitteln?“. In diesem Zusammenhang ist häufig von Kompetenzen und Lernzielen die Rede. Beide Begriffe werden zunächst erläutert, und im Anschluss wird der Fokus auf die Erstellung guter Lernziele mittels des SMART-Schemas gerichtet. Die formulierten Lernziele leiten die weitere Planung des Unterrichts, da auf sie aufbauend sowohl die Methoden als auch die Prüfungen ausgewählt werden. Um diese Planung zu unterstützen, empfiehlt sich die Erstellung eines Strukturplans, der ebenfalls vorgestellt wird. Auch wird ein erster Blick auf die drei Phasen des Unterrichts (Einstieg, Hauptteil, Schluss) geworfen und Tipps für einen gelungenen Einstieg gegeben.
  4. 3. Rahmenbedingungen von Lehre

    Falk Ochsendorf, Thomas Kollewe, Monika Sennekamp
    Zusammenfassung
    Lehre findet nicht im luftleeren Raum statt. Insbesondere Planer des Curriculums, aber auch die Lehrenden einzelner Lehrveranstaltungen müssen zahlreiche Einflussfaktoren berücksichtigen, die das Ergebnis der Bemühungen um eine gute Lehre erheblich beeinflussen. Im Einzelnen sind dies die Organisationsstruktur sowie die Kultur der Fakultät, die curricularen Vorgaben, die Ausstattung mit Material und Personal, die Qualifizierung des Lehrpersonals, die zeitlichen Bedingungen, unter denen Lehre stattfindet, die Kriterien für Lehr- bzw. Lernerfolg sowie die Interaktion der Beteiligten. Die in den jeweiligen Bereichen relevanten und zu bedenkenden Faktoren werden in diesem Kapitel näher aufgeführt. Für eine erfolgreiche Lehre müssen diese Rahmenbedingungen bei der Planung berücksichtigt werden. Nur wenn die unabänderlichen Vorgaben bekannt und adäquat berücksichtigt werden, kann ein unter diesen Rahmenbedingungen didaktisch effektiver Unterricht gestaltet werden.
  5. 4. Lehrformen

    Falk Ochsendorf, Monika Sennekamp, Thomas Kollewe
    Zusammenfassung
    Lehre findet in verschiedenen Formaten statt. In diesem Kapitel werden die Charakteristika, die Vor- und Nachteile, die Strukturierung sowie die konkrete Umsetzung des Unterrichts in den einzelnen Formaten dargestellt. Für Vorlesungen werden Stärken, Schwächen und Optimierungsmögichkeiten besprochen. Für Seminare werden Anregungen zur Teilnehmeraktivierung gegeben. Für den Unterricht am Krankenbett werden erfolgreiche Ablaufschemata vorgestellt. Für die Lehre im klinischen Alltag werden konkrete Umsetzungskonzepte präsentiert (One Minute Teacher, SNAPPS, MiPLAN), inklusive Anregungen zur Vermittlung praktischer Fertigkeiten (Peyton, mentales Training, Simulationen, standardisierte Patienten). Die Ziele naturwissenschaftlicher Praktika werden diskutiert. Das Grundkonzept des problemorientierten Lernens (POL/PBL) sowie der mögliche Einsatz digitaler Medien werden vorgestellt.
  6. 5. Kommunikation und Feedback

    Monika Sennekamp, Thomas Kollewe, Falk Ochsendorf
    Zusammenfassung
    Feedback spielt für den Lernprozess eine sehr wichtige Rolle. In diesem Kapitel wird beschrieben, wie Feedback möglichst effektiv in der Lehre eingesetzt werden kann und welchen Einfluss dabei auch die Feedback-Kultur hat. Es folgen Beispiele dafür, wie die konkrete Umsetzung von Feedback in Lehrveranstaltungen durchgeführt werden kann. Für gelungene Lehrveranstaltungen ist weiterhin das Stellen guter Fragen elementar. Daher wird in einem weiteren Teil dargelegt, was gute Fragen kennzeichnet, welche Ziele Fragen im Unterricht verfolgen können, welche Regeln beim Umgang mit Fragen im Unterricht hilfreich sind und welche Fehler beim Formulieren von Fragen vermieden werden sollten. Schließlich wird erläutert, welche Faktoren dazu beitragen können, dass Lernschwierigkeiten auftreten, und welche Möglichkeiten bestehen, um Lösungen zu entwickeln. Exemplarisch werden hierbei auch verschiedene Typen von „schwierigen Teilnehmern“ beschrieben und mögliche Strategien, wie man mit diesen umgehen kann, vorgestellt.
  7. 6. Prüfungen

    Thomas Kollewe, Monika Sennekamp, Falk Ochsendorf
    Zusammenfassung
    Prüfungen erfüllen aus didaktischer Sicht wichtige Funktionen. Besonders hervorzuheben ist deren Einfluss auf das Lernen („assessment drives learning“). Nach der Darstellung der Anforderungen an Prüfungen aus messtheoretischer Sicht sowie der Prüfungsplanung werden die einzelnen Prüfungsformate (schriftlich, mündlich, praktisch) dargestellt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Multiple-Choice-Fragen, die charakteristisch für das Medizinstudium sind. Es werden Tipps für die Formulierung guter Fragen sowie Hinweise zu deren Wiederverwendung gegeben. Mit dem „Key-Feature-Problem“ und dem „Script Concordance Test“ werden weitere Möglichkeiten der schriftlichen Prüfung beschrieben. Im Teil zu den mündlichen Prüfungen werden Einflussfaktoren auf die Bewertung und Anregungen für die generelle Verbesserung betrachtet. Hinsichtlich der praktischen Prüfungen werden neben der Objective Structured Clinical Examination (OSCE) auch Möglichkeiten aufgezeigt, wie Prüfungen im Rahmen der klinischen Tätigkeit durchgeführt werden können.
  8. 7. Evaluation der Lehre

    Thomas Kollewe, Falk Ochsendorf, Monika Sennekamp
    Zusammenfassung
    Um die eigene Lehre zu optimieren, ist die regelmäßige Reflexion über das eigene Handeln ein wichtiger Ausgangspunkt. Die hierfür benötigten Informationen lassen sich durch Evaluationen einholen, deren Grundlagen in diesem Kapitel zunächst beschrieben werden. Auch wenn es immer wieder Kritik an der studentischen Lehrevaluation gibt, so zeigen verschiedene Studien, dass hierdurch reliable und differenzierte Urteile eingeholt werden können. Wie eigene Evaluationen durchgeführt werden können, wird anhand eines Ablaufschemas dargestellt. Dabei wird aufgezeigt, welche Möglichkeiten der Evaluation es abseits des klassischen Fragebogens noch gibt. Zum Abschluss wir der Fokus auf die Interpretation und Nutzung der Evaluationsergebnisse gerichtet.
  9. 8. Rollen des Lehrenden und Ausblick

    Falk Ochsendorf, Thomas Kollewe, Monika Sennekamp
    Zusammenfassung
    Der medizinisch Lehrende ist nicht nur der Dozent in einer Vorlesung. In einem theoretischen Rahmenkonstrukt lassen sich zwölf Rollen eines Lehrenden abgrenzen, u.a. Dozent, klinisch-praktischer Lehrer, Entwickler von Lernmaterialien, Planer von Kursen und Curriculum, Prüfer, Mentor und Vorbild. Die dafür nötigen Kompetenzen werden in diesem Kapitel ausführlich vorgestellt. Um sich weiterentwickeln zu können, werden die Konzepte kollegiale Fallberatung, Lehrportfolio, Austausch mit Kollegen, weiterführende Kurse und Masterstudiengänge vorgestellt.
  10. 9. Methodensammlung

    Monika Sennekamp, Thomas Kollewe, Falk Ochsendorf
    Zusammenfassung
    Bei der Entwicklung einer Lehrveranstaltung spielt die Wahl der Methoden eine entscheidende Rolle. Lernprozesse können dann besonders erfolgreich initiiert werden, wenn sie mit konkreten Erfahrungen verknüpft werden und Lernende selbst die Möglichkeit haben, bestimmte Handlungen auszuführen. In diesem Kapitel werden ausgewählte Methoden vorgestellt, die in vielen verschiedenen Unterrichtssituationen eingesetzt werden können und sich im Unterricht mit Studierenden bewährt haben.
  11. 10. Medien

    Falk Ochsendorf, Thomas Kollewe, Monika Sennekamp
    Zusammenfassung
    Medien sollen das Erreichen der Lernziele unterstützen. Sie haben jeweils spezifische Vor- und Nachteile sowie Einsatzzwecke. Diese werden für die am häufigsten verwendeten Medien vorgestellt: Präsentationssoftware inklusive konkreter Anregungen zur optimalen Gestaltung von Folien, Whiteboard und Tafel, Smartboard, Flipcharts, Overheadprojektor und Pinnwand.
  12. Backmatter

Titel
Medizindidaktik
Verfasst von
Dr. Thomas Kollewe
Monika Sennekamp
Prof. Dr. Falk Ochsendorf
Copyright-Jahr
2018
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-56305-2
Print ISBN
978-3-662-56304-5
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-56305-2

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