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18.04.2017 | Originalien | Ausgabe 6/2018

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 6/2018

Musikhören im Alter

Untersuchung der Nutzungsweisen und psychosozialen Ressourcen

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 6/2018
Autoren:
Dr. Thomas Schäfer, Jasmin Riedel

Zusammenfassung

Hintergrund

Aus Studien an jüngeren Stichproben ist bekannt, dass Musikhören genutzt wird, um zahlreiche positive Effekte zu erzielen, die sich in 3 Hauptdimensionen gliedern lassen: Selbstwahrnehmung, soziale Verbundenheit, Stimmungs-/Erregungsregulation. Für ältere Menschen bergen diese positiven Effekte im Hinblick auf die Verbesserung affektiver Probleme und die Steigerung der sozialen Teilhabe ein enormes Potenzial. Offen ist jedoch bisher, ob das Muster der Musiknutzung im hohen Alter mit dem in jüngeren Jahren vergleichbar ist, und ob der Zugang zu Musik in verschiedenen Wohnsituationen zufriedenstellend ist.

Methodik

Zur Klärung dieser Fragen wurden 115 Personen in verschiedenen Wohnsituationen im Alter von 57 bis 94 Jahren zu ihren Motiven des Musikhörens und zu ihrer Zufriedenheit mit verschiedenen Aspekten des Zugangs zu Musik befragt.

Ergebnisse

Das Muster der 3 Hauptdimensionen der Musiknutzung bleibt im Alter erhalten. Einzelne Motive, wie das Entspannen, das Wachrufen von Erinnerungen oder das Kompensieren von Einsamkeit, sind dabei stärker ausgeprägt als bei herkömmlichen jüngeren Stichproben. Jedoch nimmt die generelle Intensität der Musiknutzung ab. Defizite sehen die Älteren v. a. in der Häufigkeit, der Koordination und Kommunikation musikalischer Angebote in ihrem direkten Wohnumfeld.

Diskussion

Ältere sind in den positiven Wirkungen, zu denen Musik genutzt wird, mit Jüngeren vergleichbar. Das Nachlassen der Intensität der Musiknutzung – zusammen mit den Wünschen der Befragten – zeigt jedoch einen Bedarf an mehr musikalischen Angeboten, die zudem besser koordiniert und bekannt gemacht sowie nach Möglichkeit stärker personalisiert werden sollten.

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Literatur
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