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27.04.2017 | Originalien | Ausgabe 6/2018 Open Access

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 6/2018

Repetitive periphere Muskelstimulation vs. Beckenbodentraining

Vergleich zweier Inkontinenztherapien

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 6/2018
Autoren:
Mag. Sabine Schrank, MSc Laura Adlbrecht, Univ.-Prof. Mag. Dr. Hanna Mayer
Wichtige Hinweise
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung verzichtet. Die Verfasserinnen möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass die maskuline Personenbezeichnung für beide Geschlechter zu verstehen ist.

Zusammenfassung

Hintergrund

Obwohl es diverse Maßnahmen zur Prävention, zur Therapie und zum Management einer Harninkontinenz gibt, finden im Langzeitpflege(LZP)-Bereich vornehmlich absorbierende Hilfsmittel und kaum kontinenzfördernde Maßnahmen Anwendung. Die repetitive periphere Muskelstimulation (RPMS), ein bereits gängiges Therapie- und Präventionsverfahren von Inkontinenz im ambulanten Bereich, ist im Vergleich mit der üblichen Inkontinenzversorgung eine wirksame Behandlungsalternative. Für ältere Menschen im LZP-Bereich fehlen bislang empirische Daten über deren Wirkungsweise an sich und im Vergleich zu herkömmlichen Methoden.

Ziel

Ziel der Studie war es, die Wirksamkeit von RPMS mit der Methode des Beckenboden(Bebo)-Trainings zu vergleichen.

Methode

Dazu wurde ein nichtäquivalentes Kontrollgruppendesign verwendet. Die Erhebung der Daten erfolgte mittels standardisierter Instrumente zu 3 Zeitpunkten. Die Stichprobe umfasst 112 Personen aus 22 Einrichtungen.

Ergebnisse

Der Schweregrad der Harninkontinenz verbessert sich tendenziell (aber nicht signifikant) in beiden Gruppen. Signifikante Unterschiede konnten jedoch bezüglich der Steigerung der Lebensqualität (LQ) und der subjektiven Zufriedenheit mit der Therapie zugunsten der RPMS-Gruppe festgestellt werden.

Schlussfolgerungen

Bebo-Training, in konsequenter und gut angeleiteter Form durchgeführt, zeigt ähnliche Effekte wie technikunterstützte Therapieformen. Generell scheint diese Therapie aber nur für einen geringen Teil der LZP-Bewohner geeignet, während das RPMS-Training generell neben bewegungseingeschränkten auch für kognitiv eingeschränkte Personen bei gleichem Effekt angewendet werden könnte, womit einem wesentlich größeren Teil älterer Menschen der Zugang zu einer geeigneten und wirkungsvollen Inkontinenztherapie ermöglicht würde.

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Literatur
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