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04.05.2018 | Originalien

Die Stärkung sozialer Teilhabe türkischer Senioren

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie
Autoren:
Dr. Jennifer Fietz, M.A. Barbara Stupp

Zusammenfassung

Hintergrund

Türkische Senioren werden von herkömmlichen Angeboten der Kommunen nur schlecht erreicht. Ihre soziale Teilhabe ist im Vergleich zu denen Einheimischer deutlich geringer.

Fragestellung

Fördern herkunftssprachliche Gruppen unter dem Dach einer deutschen Organisation die soziale Teilhabe türkischer Senioren? Wie gestaltet sich dort die soziale Teilhabe, und welche Faktoren fördern oder behindern diese?

Material und Methode

Qualitative strukturierte inhaltsanalytische Fallstudie zweier leitfadengestützter Gruppendiskussionen.

Ergebnisse

Die Stärkung sozialer Teilhabe türkischer Senioren in ZWAR-Netzwerken (Zwischen Arbeit und Ruhestand – Projekt zur Förderung sozialer Teilhabe von Senioren) erfolgt auf 3 Ebenen: (1) In der intraethnischen Gruppe werden soziale Beziehungen durch regelmäßige Treffen geknüpft, deutsche Sprachkompetenzen und andere Fertigkeiten gefördert. Emotionale Unterstützung erfolgt durch das wechselseitige Verständnis für migrationsspezifische Belastungen. Der geteilte kulturelle und sprachliche Hintergrund schafft Gemeinschaftsgefühle. (2) Auf Organisationsebene wird die Teilhabe durch gruppenübergreifende Veranstaltungen gefördert. Dies schafft eine Identifikation als gleichberechtigte ZWAR-Teilnehmer unter anderen. Das Projekt ZWAR fungiert als gemeinsames Dach für Teilhabe im interkulturellen Kontext. (3) Durch die Teilnahme an Veranstaltungen der Kommune entstehen Kontakte zu Funktionsträgern und ehrenamtliches Engagement. Das im intra- und interethnischen Kontext Gelernte wird eingesetzt und als Erweiterung des Handlungsspielraums wahrgenommen.

Diskussion

Türkischsprachige ZWAR-Netzwerke fördern die soziale Teilhabe ihrer Teilnehmer, da über die Integration in die intraethnische Gruppe Zugangsbarrieren abgebaut, Handlungsspielräume und Gelegenheiten eröffnet werden.

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Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie

Print-Titel

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Literatur
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