Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

25.01.2017 | Originalien | Ausgabe 6/2018 Open Access

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 6/2018

Subjektive Theorien zu Lebensqualität und Gesundheit im Alter

Eine explorative Studie mit Pflegeheimbewohnern und ihren Pflegekräften

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 6/2018
Autoren:
FH-Prof. Mag. Dr. Olivia Kada, Marina Hedenik, Anna Griesser, Anna-Theresa Mark, Julia Trost
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Zusätzliche Informationen sind in der Online-Version dieses Beitrags (DOI: 10.​1007/​s00391-017-1188-4) enthalten.
Das Projekt wurde unter der Leitung von FH-Prof. Mag. Dr. Olivia Kada an der FH Kärnten durchgeführt, unter Mitwirkung der Bachelor-Studierenden Marina Hedenik, BA, Anna Griesser, BA, Anna-Theresa Mark, BA und Julia Trost, BA.
Hinweis zum geschlechtersensiblen Sprachgebrauch: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Text nur die männliche Form verwendet. Gemeint sind stets sowohl die weibliche als auch die männliche Form.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Begriffe „Lebensqualität“ und „Gesundheit“ werden oftmals austauschbar verwendet, auch wenn es Hinweise darauf gibt, dass es sich um unterschiedliche Konstrukte handelt. Dennoch fehlen bislang Studien, die helfen, die Unterschiedlichkeit der beiden Konstrukte auf Ebene subjektiver Theorien von Pflegeheimbewohnern zu verstehen. Da Pflegekräfte wesentlich zur Lebensqualität beitragen können, soll der Vergleich der subjektiven Theorien von Bewohnern und Pflege zudem das Erkennen und Verstehen etwaiger Diskrepanzen ermöglichen.

Material und Methode

Es wurden Leitfadeninterviews mit 31 Paaren von Pflegeheimbewohnern und ihren Pflegekräften geführt. Orientiert am Vorgehen von Fliege und Filipp (2000) beantwortete eine Hälfte der Befragten den Leitfaden unter Verwendung des Begriffs „Lebensqualität“ und die andere unter Verwendung des Begriffs „Gesundheit“. Zusätzlich wurde die Lebensqualität bzw. Gesundheit auf einer visuellen Analogskala (VAS) eingestuft, wobei die Bewohner sich selbst und die Pflegekräfte den jeweiligen Bewohner beurteilten.
Die Auswertung erfolgte im Team mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse. In einem methodenintegrativen Vorgehen wurden die theoriegeleitet entwickelten Hauptkategorien und die induktiv gebildeten Subkategorien quantifiziert sowie gemeinsam mit den Selbst- und Fremdurteilen mithilfe der VAS statistisch ausgewertet.

Ergebnisse und Schlussfolgerung

Lebensqualität wurde stärker mit psychischen, sozialen und umweltbezogenen Aspekten in Verbindung gebracht, während Gesundheit verstärkt Überlegungen im Hinblick auf die körperliche Funktionsfähigkeit evozierte. Dieser Effekt war für Pflegekräfte stärker, was mit ihrem Rollenverständnis erklärt werden kann. In wissenschaftlichen Untersuchungen ist die exakte Verwendung der Begriffe wichtig, da sie unterschiedliche Assoziationen auslösen. Dabei scheint der Terminus „Lebensqualität“ besser geeignet zu sein, um die Anpassungsfähigkeit des älteren Menschen zum Ausdruck zu bringen.

Unsere Produktempfehlungen

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie

Print-Titel

• Themenbezogene Hefte behandeln Fragen der Gerontologie, der Biologie und Grundlagenforschung des Alterns und der geriatrischen Forschung

• Erweitert mit Beiträgen zu Therapie, Psychologie und Soziologie sowie der praktischen Altenpflege.  

• Hot topics von Experten knapp, aussagekräftig und provokativ kommentiert

Zusatzmaterial
Leitfaden Lebensqualität Bewohnerbefragung
391_2017_1188_MOESM1_ESM.docx
Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 6/2018

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 6/2018 Zur Ausgabe

Journal Club

Journal Club