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14.07.2017 | Originalien | Ausgabe 6/2018

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 6/2018

Ambulante Notfallversorgung von Pflegeheimbewohnern

Auswertung von GKV-Routinedaten

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 6/2018
Autoren:
Insa Seeger, Andres Luque Ramos, Prof. Dr. PH Falk Hoffmann
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Zusätzliche Informationen sind in der Online-Version dieses Artikels (DOI 10.​1007/​s00391-017-1293-4) enthalten.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Anzahl von Pflegeheimbewohnern in der ambulanten Notfallversorgung nimmt stetig zu, wobei die Rolle des ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Deutschland bisher nicht betrachtet wurde.

Ziel der Arbeit

Die in Bremen verwendeten Pseudoabrechnungsziffern ermöglichen es, die Inanspruchnahme von ambulanter Notfallversorgung ein Jahr vor und ein Jahr nach Heimeinweisung, getrennt nach Krankenhausnotaufnahme und ärztlichem Bereitschaftsdienst, zu vergleichen.

Material und Methoden

Basierend auf Abrechnungsdaten der DAK-Gesundheit wurde eine retrospektive Kohortenstudie mit versicherten Pflegeheimbewohnern mit Wohnsitz in Bremen durchgeführt. Es wurde die Inanspruchnahme der ambulanten Notfallversorgung, differenziert nach Notaufnahmen und ärztlichem Bereitschaftsdienst, im Jahr vor und nach Heimtritt betrachtet. Neben der Inzidenzrate der Besuche wurden die Verteilung der Inanspruchnahme nach Wochentagen und die Diagnosen der Besuche ausgewertet.

Ergebnisse

Es wurden 1175 Pflegeheimbewohner (77 % weiblich) eingeschlossen; das Durchschnittsalter betrug 85 Jahre. Die Inzidenzrate der Besuche verdoppelte sich nach Heimeintritt im ärztlichen Bereitschaftsdienst von 30,4 auf 63,7, in der Notaufnahme von 27,4 auf 50,7/100 Personenjahre. Während die Inanspruchnahme nach Wochentagen in der Notaufnahme kaum Schwankungen unterlag, erfolgten 59 % der Besuche beim ärztlichen Bereitschaftsdienst am Wochenende. Im Jahr nach Heimtritt entfielen in der Notaufnahme fast 75 % der Diagnosen auf „Verletzungen und Vergiftungen“.

Diskussion

Es ist eine deutliche Differenzierung der Diagnosen zwischen Notaufnahme und ärztlichem Bereitschaftsdienst erkennbar. Um die Angemessenheit der Versorgung zu beurteilen, ist weitere Forschung notwendig.

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Zusatzmaterial
eTab. 1: Anteil von Pflegeheimbewohnern mit mindestens einem Kontakt zum ärztlichen Bereitschaftsdienst bzw. der Notaufnahme im jeweiligen Zeitraum nach Alter und Geschlecht (absolute Häufigkeit und Anteil in % dargestellt)
391_2017_1293_MOESM1_ESM.pdf
Literatur
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