Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

01.03.2021 | Originalien | Ausgabe 2/2021 Open Access

Notfall + Rettungsmedizin 2/2021

Psychische Beeinträchtigungen infolge erhöhter Belastungen bei Notärzten

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 2/2021
Autoren:
Dr. S. Darius, B. Balkaner, I. Böckelmann

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Tätigkeit als Notarzt ist mit hohen psychischen und emotionalen Belastungen im Arbeitsalltag verbunden, die zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können. Ziel der Studie war es, die Belastungen von Notärzten einerseits und die damit möglicherweise verbundenen psychischen gesundheitlichen Beeinträchtigungen andererseits zu erfassen.

Methodik

An der Studie nahmen 33 Notärzte (14 Frauen, 19 Männer) im Alter von 38,2 ± 7,2 Jahren freiwillig teil. Neben den Belastungsfaktoren wurden gesundheitliche bzw. psychische Beeinträchtigungen mit folgenden standardisierten Fragebögen erfasst: die psychische Gesundheit mit der Kurzversion des General Health Questionnaire (GHQ-12) und das Burn-out-Risiko mit dem Maslach Burnout Inventory (MBI). Die Rücklaufquote liegt bei 22 %.

Ergebnisse

Als Belastungsfaktoren wurden neben räumlicher Enge im Rettungswagen hauptsächlich Faktoren psychischer Belastung auf kommunikativer sowie organisationaler Ebene des Rettungsdiensts genannt. Psychische gesundheitliche Beeinträchtigungen wurden von einem Drittel der Studienteilnehmer berichtet, einige Burn-out-Symptome lagen bereits bei 12 Notärzten (37,5 %) vor.

Schlussfolgerung

Aufgrund erhöhter Belastung bei Notärzten ist die psychische Gesundheit bei ihnen gefährdet. Präventive Maßnahmen wie die Verbesserung der Kommunikationsstrukturen sowie der Organisation können sinnvoll sein, um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden bzw. zumindest einzudämmen.
Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 2/2021

Notfall + Rettungsmedizin 2/2021 Zur Ausgabe