Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

14.01.2019 | Originalien | Ausgabe 7/2019

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 7/2019

Machbarkeit und Effekte einer psychotherapeutischen Gruppenintervention für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 7/2019
Autoren:
Dr. med. Ingo Kilimann, Tanja Braungardt, Franziska Thiel, Karsten Hake, Christiane Haufe, Wolfgang Schneider, Stefan J. Teipel
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Zusätzliche Informationen sind in der Online-Version dieses Artikels (https://​doi.​org/​10.​1007/​s00391-018-01501-3) enthalten.

Zusammenfassung

Einleitung

Pflegende Angehörige von demenziell erkrankten Menschen haben ein erhöhtes Risiko, selbst psychisch oder physisch zu erkranken. Eine reguläre Psychotherapie zeigt sich zwar als wirksam, wird jedoch häufig erst spät oder gar nicht wahrgenommen, auch weil eine solche Therapie einen hohen zeitlichen Bedarf und hochschwelligen Zugang hat.

Fragestellung

Kann eine zeitliche und im Zugang niederschwellige psychotherapeutische Gruppenintervention für pflegende Angehörige von demenziell erkrankten Menschen zur psychischen Stabilität der Angehörigen beitragen?

Material und Methoden

Der Artikel zeigt Daten einer randomisierten, kontrollierten Studie (jeweils 10 Teilnehmer in Interventions- und Kontrollgruppe) über eine 12-wöchige psychotherapeutische Intervention für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz mit den Themenschwerpunkten: eigene Grenzen, dysfunktionale Gedanken, Emotionen und Ressourcenaktivierung. Primäre Endpunkte waren die Steigerung der Selbstwirksamkeitserwartung sowie die Reduktion von depressiven Symptomen, abgefragt mit dem Fragebogen zur Allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) bzw. der Allgemeinen Depressionsskala (ADS) vor, direkt und 3 Monate nach der Intervention.

Ergebnisse

Wir fanden eine signifikante Zunahme der depressiven Symptome in der Interventionsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe; die Selbstwirksamkeitserwartung wurde nicht signifikant verbessert.

Diskussion

Die Intervention zeigte nicht den erwarteten Effekt, was neben der geringen Fallzahl möglicherweise aufgrund der hohen Heterogenität der Gruppe entstanden sein könnte. Durch das kompakte Konzept der Intervention konnten Einzelbedarfe der Teilnehmer nicht ausreichend adressiert werden.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

Sie möchten Zugang zu diesem Inhalt erhalten? Dann informieren Sie sich jetzt über unsere Produkte:

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie

Print-Titel

• Themenbezogene Hefte behandeln Fragen der Gerontologie, der Biologie und Grundlagenforschung des Alterns und der geriatrischen Forschung

• Erweitert mit Beiträgen zu Therapie, Psychologie und Soziologie sowie der praktischen Altenpflege.  

• Hot topics von Experten knapp, aussagekräftig und provokativ kommentiert

Zusatzmaterial
Nur für berechtigte Nutzer zugänglich
Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 7/2019

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 7/2019 Zur Ausgabe

Mitteilungen der DGG

Mitteilungen der DGG

Mitteilungen des BV Geriatrie

Mitteilungen des BV Geriatrie