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05.12.2018 | Originalien

Pflege demenzerkrankter Eltern: Vergleich pflegender Söhne und Töchter

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie
Autoren:
Christina Theurer, Lena Burgsmüller, Gabriele Wilz
Wichtige Hinweise
Studienregistrierung: German Clinical Trials Register DRKS0006355, URL: http://​www.​drks.​de/​DRKS00006355

Zusammenfassung

Hintergrund

Angesichts des demografischen Wandels und des damit verbundenen steigenden Pflegebedarfs wird auch die Rolle von pflegenden Söhnen an Bedeutung gewinnen. Jedoch sind bislang die Pflegeerfahrungen von Söhnen kaum erforscht.

Ziel der Arbeit

Mögliche Unterschiede zwischen pflegenden Söhnen und Töchtern sollen bezüglich des Pflegestils, des Belastungs- und Stressempfindens und der Inanspruchnahme von Unterstützungsangeboten untersucht werden.

Material und Methoden

Für die Analysen wurden die Daten der Baseline-Befragung von der Interventionsstudie Tele.TAnDem (telefonische Therapie für pflegende Angehörige von Demenzerkrankten) verwendet. Die Befragungen wurden von September 2012 bis Januar 2014 durchgeführt. Von der Gesamtstichprobe der 322 pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz wurden die 17 teilnehmenden Söhne selektiert. Zum Vergleich wurden aus der Teilstichprobe der Töchter (n = 111) 17 Probandinnen anhand des Propensity Score Matching ausgewählt. Die Analysen erfolgten anhand von t‑Tests, Mann-Whitney-Tests und χ2-Tests.

Ergebnisse

Bezüglich des Pflegestils, des Belastungs- und Stressempfindens und der Inanspruchnahme von Unterstützungsangeboten zeigten sich keine signifikanten Unterschiede. Nur hinsichtlich der Akzeptanz der Pflegesituation zeigten die Töchter im Mittel eine höhere Akzeptanz als die Söhne (p <0,05).

Diskussion

Pflegende Töchter und Söhne unterscheiden sich bezüglich ihrer Pflegeerfahrungen weniger als angenommen. Möglicherweise wurden in früheren Studien mehr Geschlechterunterschiede gefunden, da pflegende Söhne im Vergleich zu Töchtern bereits unterschiedliche Ausgangssituationen vorwiesen, welche jedoch unkontrolliert blieben.

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Literatur
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