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13.01.2017 | Leitthema | Ausgabe 3/2017

Notfall +  Rettungsmedizin 3/2017

Infektionen bei Patienten mit hämatologisch-onkologischen Erkrankungen

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 3/2017
Autoren:
PD Dr. med M. Schmidt-Hieber, M. Christopeit, E. Schalk
Wichtige Hinweise

Redaktion

C. Dodt, München
C. Wrede, Berlin

Zusammenfassung

Hintergrund

Infektionen stellen eine häufige und schwerwiegende Komplikation bei Patienten mit hämatologisch-onkologischen Erkrankungen dar, wobei das individuelle Infektionsrisiko von verschiedenen Faktoren, wie z. B. Art der antineoplastischen Therapie bestimmt wird.

Fragestellungen

Zentrale Fragen sind die Bestimmung der Inzidenz von Infektionen bei hämatologisch-onkologischen Patienten sowie Beschreibungen von verursachenden Erregern und Risikofaktoren und Darstellungen von Empfehlungen zur Diagnostik und antimikrobiellen Therapie bei diesen Patienten.

Material und Methoden

Es wurde eine selektive Literaturrecherche durchgeführt und die Expertenempfehlungen diskutiert.

Ergebnisse

Infektionen können bei Tumorpatienten alle Organsysteme betreffen und durch Bakterien, Pilze, Viren und Parasiten verursacht sein. Neben der febrilen Neutropenie werden andere bakterielle und virale Infektionen (z. B. Herpes Zoster) häufig bei diesen Patienten beobachtet. Patienten mit Hochrisikoneutropenie (absolute Neutrophilenzahl <100/µl für >7 Tage) oder Empfänger einer allogenen hämatopoetischen Stammzelltransplantation weisen zudem ein erhöhtes Risiko für mykotische (z. B. pulmonale Aspergillose) sowie parasitäre Infektionen (z. B. ZNS-Toxoplasmose) auf.
Die Diagnostik umfasst Basismaßnahmen (z. B. Entnahme von Blutkulturen) und weitere Untersuchungen, die symptomorientiert durchgeführt werden (z. B. Thorax-CT). In therapeutischer Hinsicht wird ein empirischer von einem präemptiven bzw. einem zielgerichtetem Therapieansatz abgegrenzt.

Schlussfolgerungen

Infektionen tragen wesentlich zur Morbidität und Mortalität von Patienten mit hämatologisch-onkologischen Erkrankungen bei. Die zeitgerechte Einleitung adäquater diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen ist entscheidend, um die Mortalität bei diesen Patienten zu reduzieren.

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Literatur
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