Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

20.06.2017 | Originalien | Ausgabe 7/2018

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 7/2018

Geriatrisches Case Management am Küchentisch

Patienten-Outcomes im Modellprojekt Regionales Versorgungskonzept Geriatrie im Kreis Lippe

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 7/2018
Autoren:
M.Sc. Charlotte Şahin, Anja Rethmeier-Hanke, Olaf Iseringhausen, Constanze Liebe, Bernd Wedmann, Kira Hower

Zusammenfassung

Hintergrund

Die sektorenübergreifende Gesundheitsversorgung Älterer erfordert, deren vielschichtige Bedarfslagen zu berücksichtigen. Es bedarf neuer Versorgungsstrukturen, wie modellhaft im Projekt „Regionales Versorgungskonzept Geriatrie“ (RVG) erprobt. Ziel ist es, die Versorgung älterer, multimorbider Menschen durch den Einsatz von Case Managerinnen qualitativ zu verbessern und damit den Verbleib in der eigenen Häuslichkeit und die Vermeidung von Pflegebedürftigkeit zu fördern.

Ziel der Arbeit

Es wird den Fragen nachgegangen, wie die Qualität geriatrischer Versorgungsmodelle gemessen werden kann, um den Nutzen des Versorgungmodells RVG für die Teilnehmenden (TN) zu eruieren.

Material und Methoden

Das Modellvorhaben wurde explorativ evaluiert. Die Ergebnisdarstellung umfasst Patienten-Outcomes von n = 380 TN, die mittels geriatrischer Assessments zu Beginn der Intervention sowie 12 Monate später erhoben wurden. Die Datenauswertung erfolgte mittels deskriptiver und bivariater Analysen.

Ergebnisse

Bei den RVG-TN besteht hoher Unterstützungsbedarf aufgrund funktionaler Einschränkungen. Körperliche Fähigkeiten und Einschränkungen sowie die subjektive Einschätzung der körperlichen Gesundheit blieben im Messzeitraum stabil. Das subjektive psychische Wohlbefinden hat sich signifikant verbessert. Es bestehen eine hohe Akzeptanz und Zufriedenheit mit den Case Managerinnen unter TN und Angehörigen.

Diskussion

Das Modell RVG ermöglicht eine qualitativ verbesserte geriatrische Versorgung im Kreis Lippe und berücksichtigt das große Präventionspotenzial. Funktionseinschränkungen sind für den Versorgungsverlauf und den Erhalt der Selbstständigkeit wesentlicher als Einzelerkrankungen. Das getestete Evaluationskonzept hat Grenzen, legt aber eine Basis für zukünftige klinische Studien.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

Sie möchten Zugang zu diesem Inhalt erhalten? Dann informieren Sie sich jetzt über unsere Produkte:

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie

Print-Titel

• Themenbezogene Hefte behandeln Fragen der Gerontologie, der Biologie und Grundlagenforschung des Alterns und der geriatrischen Forschung

• Erweitert mit Beiträgen zu Therapie, Psychologie und Soziologie sowie der praktischen Altenpflege.  

• Hot topics von Experten knapp, aussagekräftig und provokativ kommentiert

Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 7/2018

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 7/2018 Zur Ausgabe

Mitteilungen der DGGG

Mitteilungen der DGGG