Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

01.08.2017 | Übersichten | Ausgabe 5/2017

Notfall +  Rettungsmedizin 5/2017

Therapieoptionen bei Vernesselungen durch Quallen an deutschen Küstengewässern

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 5/2017
Autoren:
Dr. F. R. Hoffmann, S. Jungblut, S. Holst, G. Kappertz, P. Berlitz, T. Ohmann

Zusammenfassung

Hintergrund

Vernesselungen durch Quallen gehören zu den häufigsten Verletzungen von Urlaubern an deutschen Küsten und führen regelmäßig zu Konsultationen des regionalen Wasserrettungsdienstes.

Ziel der Arbeit

Diese Übersichtsarbeit soll darlegen, für welche Therapieoptionen bei Vernesselungen eine wissenschaftliche Evidenz vorliegt.

Methode

Es wurde eine selektive Literaturrecherche in der medizinischen Datenbank „Pubmed“ zu den Stichworten „jellyfish treatment“, „Rasierschaum“, „shaving foam“ und „shaving lather“ durchgeführt. Anhand der Literaturverzeichnisse der gefundenen Veröffentlichungen wurden weitere Literaturstellen ausfindig gemacht und in die Auswertung mit einbezogen. Für die daraus resultierenden Empfehlungen werden die Evidenzgrade und Empfehlungsgrade entsprechend der Evidenzklassifizierung des CEBM angegeben.

Ergebnisse

Es konnte experimentell gezeigt werden, dass die Beschwerden von Vernesselungen durch Cyanea capillata durch das Aufbringen von Essig verstärkt werden. Wärme oder Kälte führen zu einer Linderung der Beschwerden. Für die meisten anderen gängigen Behandlungsmethoden liegt keine ausreichende wissenschaftliche Evidenz vor.

Diskussion

Nach einer Vernesselung durch Quallen soll das Gewässer verlassen werden. Sichtbare Quallengewebereste müssen mechanisch entfernt werden. Die Vernesselung kann mit lokaler Wärme- oder Kälteapplikation, Rasierschaum, Antihistaminika oder Kortison behandelt werden, nicht jedoch mit Essig. Ein unzureichender Tetanusschutz sollte aufgefrischt werden. Eine Hämolyse kann durch die Applikation von Kalziumkanalblockern oder Antioxidantien behandelt werden.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 5/2017

Notfall +  Rettungsmedizin 5/2017 Zur Ausgabe

Mitteilungen des DBRD

Mitteilungen des DBRD