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13.02.2019 | Leitthema Open Access

eCPR bei prähospitalem therapierefraktärem Herz-Kreislauf-Stillstand

Praktische Umsetzung im Rettungsdienst und Wissenswertes für Nicht-ECMOlogen

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin
Autoren:
Dr. med. D. Damjanovic, B. Gliwitzky, M. Deppe, C. Benk, G. Trummer, Arbeitsgemeinschaft prähospitale eCPR Freiburg
Wichtige Hinweise

Redaktion

B. Gliwitzky, Maikammer
E. Popp, Heidelberg

Zusatzmaterial online

Die Online-Version dieses Beitrags (https://​doi.​org/​10.​1007/​s10049-019-0568-2) enthält eine Tabelle mit Beispielen für antizipierbare Prozessprobleme, Lösungsansätze und Verantwortlichkeiten bei der Planung, Implementierung und Umsetzung eines eCPR-Programms für Patienten mit therapierefraktärem prähospitalem Herz-Kreislauf-Stillstand. Beitrag und Zusatzmaterial stehen Ihnen im elektronischen Volltextarchiv auf http://​www.​springermedizin.​de/​notfall-und-rettungsmedizin zur Verfügung. Sie finden das Zusatzmaterial am Beitragsende unter „Supplementary Material“.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die extrakorporale kardiopulmonale Reanimation (eCPR) ist Bestandteil der ERC-Reanimationsleitlinien 2015. Mit zunehmender Verfügbarkeit dieser Therapieoption besteht bei medizinischem Fachpersonal, das regelhaft in erweiterte Reanimationsmaßnahmen eingebunden ist, jedoch Unsicherheit hinsichtlich medizinischer und organisatorischer Fragen zur praktischen Umsetzung im konkreten Einsatzfall. Für die Einbindung in bereits etablierte Reanimationsabläufe im Sinne der Leitlinien existieren jedoch keine detaillierten, einheitlichen Vorgaben.

Methodik

Neben aktueller Literatur mit Fokus auf Leitlinien und Übersichtsarbeiten zur aktuell gängigen Praxis der eCPR wurden eigene Erfahrungen bei der Entwicklung und Implementierung eines prähospitalen eCPR-Programms berücksichtigt, einschließlich der Rückmeldungen des beteiligten Rettungsdienstpersonals. Schließlich wurden geeignete Internet-Ressourcen zur Erläuterung und Veranschaulichung der Prozessschritte recherchiert.

Ergebnis

Fragen zu 7 Themenbereichen wurden identifiziert: Patientenselektion, Entscheidungszeitpunkt, Alarmierung des eCPR-Teams, Anpassung des medizinischen Vorgehens, Teamarbeit, Management an der eCPR, Schulung und Training. Die Rechercheergebnisse wurden entsprechend zugeordnet. Neben wenigen Anpassungen des medizinischen Managements stehen für Notarzt und das Rettungsfachpersonal in der prähospitalen Umgebung organisatorische und logistische Fragen im Vordergrund.

Diskussion

Um den größtmöglichen Nutzen der eCPR für Patienten mit außerklinischem Herz-Kreislauf-Stillstand (OHCA) zu erreichen, stehen prähospital einsatztaktische Überlegungen im Vordergrund, die durch Planung und klare Absprachen vorbereitet sein sollten. Für das Rettungsteam, das die Reanimation durchführt, ändert sich beim medizinischen Vorgehen zunächst wenig, ALS-konforme qualitativ hochwertige Reanimationsmaßnahmen mit exzellenten Thoraxkompressionen bleiben der wichtigste Grundpfeiler. Die Kanülierung wird vom eCPR-Team übernommen.
Zusatzmaterial
Zusätzliche Tabelle: Beispiele für antizipierbare Prozessprobleme, Lösungsansätze und Verantwortlichkeiten bei der Planung, Implementierung und Umsetzung eines eCPR-Programms für Patienten mit therapierefraktärem prähospitalem Herz-Kreislauf-Stillstand
10049_2019_568_MOESM1_ESM.docx
Literatur
Über diesen Artikel