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02.03.2018 | Leitthema | Ausgabe 2/2019

Notfall +  Rettungsmedizin 2/2019

Notfallkoniotomie – chirurgisch oder doch Punktion?

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 2/2019
Autoren:
Dr. S. Mohr, M. Göring, J. Knapp
Wichtige Hinweise

Redaktion

B. Gliwitzky, Maikammer
E. Popp, Heidelberg

Zusammenfassung

Die Notfallkoniotomie bezeichnet einen invasiven Zugang zu den Luftwegen unterhalb der Stimmbandebene über die Membrana cricothyroidea, um die Oxygenierung und Ventilation im Notfall zu sichern. Sie stellt bei Versagen der endotrachealen Intubation und alternativer Methoden zur Atemwegssicherung im seltenen Cannot-ventilate-cannot-intubate-Szenario eine lebensrettende Technik dar und ist entsprechend der geltenden Leitlinien in diesen Fällen als Ultima Ratio indiziert. Um eine klare evidenzbasierte Empfehlung zugunsten einer Punktionstechnik oder einer chirurgisch-anatomischen Präpariertechnik im Rahmen der Notfallkoniotomie auszusprechen, ist die Datenlage aktuell nicht ausreichend. Möglicherweise können eine Kombination beider Techniken und eine Anpassung an die gegebenen anatomischen Verhältnisse von Vorteil sein. Die Sonographie kann ein erfolgversprechendes und leicht zu erlernendes Hilfsmittel sein, um die Membrana cricothyroidea bei schwierigen anatomischen Verhältnissen sicher zu identifizieren. Entscheidend für den Erfolg ist weniger, welche der beiden genannten Technik bevorzugt wird, sondern dass die Anwender in der korrekten Indikationsstellung, dem Crew Ressource Management und dem Management von Komplikationen bei der jeweiligen Technik geübt und trainiert sind. Zu den relevanten Komplikationen gehört neben akuten Blutungen und Verletzungen von Nachbarorganen auch das Versagen des Verfahrens selbst mit dem Risiko des Verlusts des Atemwegs.

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Literatur
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