Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

26.06.2018 | Leitthema | Ausgabe 2/2019

Notfall +  Rettungsmedizin 2/2019

Invasive Notfalltechniken – INTECH Advanced

REBOA, Perikardiozentese und Clamshell-Thorakotomie

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 2/2019
Autoren:
N. Schneider, Dr. T. Küßner, F. Weilbacher, M. Göring, S. Mohr, M. Rudolph, E. Popp
Wichtige Hinweise

Redaktion

B. Gliwitzky, Maikammer
E. Popp, Heidelberg

Zusammenfassung

Invasive Notfalltechniken können in bestimmten Situationen lebensrettend sein, sind allerdings selten indiziert, sodass seitens des Rettungsdienst- bzw. Klinikpersonals keine Erfahrung besteht. Entsprechend wird gefordert, diese Maßnahmen in praxisnahen Kurssystemen zu vermitteln und zu trainieren, um sie in der Notfallsituation adäquat anwenden zu können. Beim Heidelberger Kurskonzept INTECH Advanced stehen die invasiven Notfalltechniken „resuscitative endovascular balloon occlusion of the aorta“ (REBOA), Perikardiozentese und Clamshell-Thorakotomie im Mittelpunkt. Diese Verfahren haben kürzlich Eingang in die entsprechenden nationalen und internationalen Leitlinien gefunden. Bei der REBOA wird ein Ballonkatheter über die Leistenarterie eingeführt, in der Aorta descendens platziert und dort geblockt. So kann einerseits der proximale Aortendruck erhöht werden, was eine verbesserte Versorgung von Herz, Lunge und Gehirn bedingt. Andererseits lassen sich distal gelegene Blutungen reduzieren bzw. ausschalten. Die sonographiegesteuerte Perikardiozentese dient der Entlastung von hämodynamisch relevanten serösen Perikardtamponaden, um den Patienten zu stabilisieren und die Zeit bis zur operativen Versorgung zu überbrücken. Traumatisch bedingte, blutige Perikardtamponaden sind hingegen eine Domäne der Notfallthorakotomie. Hier stellt die Clamshell-Thorakotomie eine relativ einfach zu erlernende Methode dar, die eine gute Übersicht bietet und eine Vielzahl an Interventionen erlaubt. Im Vordergrund stehen die offene Entlastung einer blutigen Perikardtamponade sowie die manuelle Kompression der Aorta descendens mit den oben genannten Effekten.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 2/2019

Notfall +  Rettungsmedizin 2/2019 Zur Ausgabe

Konzepte - Stellungnahmen - Leitlinien

Architektur des Rettungsdienstes in Deutschland