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21.04.2021 | Originalien Open Access

Die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern als Multiplikatoren für den Wiederbelebungsunterricht an Schulen

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin
Autoren:
M.A. Dr. rer. medic. Sabine Wingen, N. Rott, B. Dirks, R. Greif, H. Papaspyrou, A. Eckstein, P. Lambertz, R. Koch-Schultze, B. W. Böttiger

Zusammenfassung

Zielsetzung

Die Einführung des Wiederbelebungsunterrichts an Schulen soll die Reanimationsbereitschaft in der Gesellschaft und das Überleben von Menschen mit einem außerklinischen Herz-Kreislauf-Stillstand nachhaltig verbessern. Ziel der vorliegenden Untersuchung war es zu prüfen, wie Lehrkräfte als qualifizierte Multiplikatoren den Wiederbelebungsunterricht in ihren Schulen eigenständig durchführen.

Methodik

Die Uniklinik Köln qualifizierte in Kooperation mit dem Deutschen Rat für Wiederbelebung e. V. in einem speziell entwickelten Kurs Lehrkräfte von weiterführenden Schulen. Von Juli bis November 2019 erfolgte die Evaluation dieses Lehrermultiplikationskonzepts mittels einer webbasierten Umfrage.

Ergebnisse

An der Befragung nahmen 23 von 26 Schulen teil (88 %). Insgesamt haben 96 % (n = 22) der an der Befragung teilnehmenden Schulen den Wiederbelebungsunterricht eingeführt. Es wurden 229 Lehrkräfte ausgebildet, die in dem 2‑jährigen Beobachtungszeitraum 8612 Schüler trainierten. Im Mittel trainierte eine qualifizierte Lehrkraft in ihrer Schule 38 Schüler in Wiederbelebung. Die Multiplikationsfaktoren (Anzahl der trainierten Schülerinnen und Schüler pro Lehrkraft) waren schulindividuell unterschiedlich (Minimum/Maximum: 10/1747). Die schulintern projektverantwortlichen Lehrkräfte gaben an, sich sehr sicher in der eigenständigen Durchführung des Wiederbelebungsunterrichts zu fühlen.

Zusammenfassung

Speziell qualifizierte Lehrkräfte führen den Wiederbelebungsunterricht an ihren Schulen zuverlässig ein. Um noch mehr Schüler mit dem Wiederbelebungstraining zu erreichen, müssen die Multiplikationsfaktoren durch gezielte Unterstützungsangebote weiter erhöht werden.
Literatur
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