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2015 | Weiterbildung | Buch

Fallübungen Care und Case Management

verfasst von: Prof. Dr. Ingrid Kollak, Stefan Schmidt

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Über dieses Buch

Interdisziplinäres Care und Case Management wird in vielen Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Rehabilitationseinrichtungen angewendet. Case Manager nehmen sich Patienten an, bei denen eine besonders komplexe Betreuungssituation mit umfassendem Hilfebedarf vorliegt. Das Handwerkszeug und die Kompetenz für diese Arbeit lernt man eher in der Praxis – daran knüpft das Buch mit seinen Fallbeispielen an. Anhand mehrerer Fälle wird das methodische Vorgehen im Care und Case Management mit seinen einzelnen Phasen Schritt für Schritt erläutert. Der Leser wird aktiv in die Lösungsentwicklung der Fälle eingebunden. Dabei werden Formen der Vernetzung erläutert, die richtige Auswahl an Leistungen und die Kombination der Hilfen diskutiert. Die Übungsfälle sind hilfreich zur Prüfungsvorbereitung, aber auch tätige Case Manager können ihre Arbeitspraxis überprüfen und bei Bedarf optimieren. Den Autoren, die selbst CCM-Ausbilder sind, gelingt es, bestehendes Wissens und zur Verfügung stehende Instrumente mit Methodik zu verknüpfen.

Für Teilnehmer der Weiterbildung CCM, Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen sowie für Lehrende und Studenten der Pflegestudiengänge.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
1. Das Fallbeispiel Silvia Schumacher
Zusammenfassung
Wir beginnen mit einem Fallbeispiel, um das Case Management in allen Phasen praktisch zu verdeutlichen. Es geht um die an Brustkrebs er krankte Silvia Schumacher und ihre Lebenssituation nach der Operation.
I. Kollak, S. Schmidt
2. Probleme bei der Organisation der Versorgung der Patientin Silvia Schumacher
Zusammenfassung
Den Bedürfnissen unseres Fallbeispiels stehen viele Versorgungsangebote gegenüber. In diesem Kapitel werden alle für Silvia Schumacher wichtigen Versorgungsangebote genannt. In der Darstellung der Phasen des Case Management Prozesses werden diese Versorgungsangebote genau dargestellt und in ihrer Funktion erklärt.
I. Kollak, S. Schmidt
3. Der Case Management Prozess
Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird der Case Management Prozess vorgestellt. Es geht um die 5 Phasen von Intake , Assessment, Planung, Durchführung und Monitoring sowie Evaluation, die mithilfe unseres Beispielfalls Silvia Schumacher anschaulich gemacht werden. Auf diese Weise soll deutlich werden, wie die Eigensorge, die Hilfe durch Angehörige und Freunde und die Unterstützung durch professionelle Dienstleister den Bedürfnissen der Patientin entsprechend miteinander verbunden werden. Es soll auch gezeigt werden, in welcher Weise die Patientin an Entscheidungen beteiligt ist, wie die Qualität der Leistungen durch das Monitoring der Case Managerin gewährleistet wird und wie der Prozess des Case Management im Einvernehmen beendet wird. Beginnen wir mit der Aufnahme des Falls in das Case Management.
I. Kollak, S. Schmidt
4. Netzwerkplanung
Zusammenfassung
In unserem Fall bekommt die Patientin Silvia Schumacher über ihre Hausärztin den Hinweis auf den Pflegestützpunkt, in dem Andrea Riewe arbeitet. Es sind jedoch viele weitere Zugänge denkbar. So können Patienten in ein Krankenhaus kommen, in dem Case Manager in der Aufnahme arbeiten. Angehörige können die Versicherung anrufen und mit einem Case Manager verbunden werden. Das sind direkte Zugänge. Ein Zugang kann aber auch über Dritte erfolgen, die Partner in einem Netzwerk sind. Wie z. B. in unserem Fall, in dem die Hausärztin, das Brustzentrum und der Pflegestützpunkt miteinander kooperieren. Diese Netzwerkarbeit ist ein zentrales Element im Case Management. Darum sprechen wir auch vom Care und Case Management und nicht von Fallarbeit.
I. Kollak, S. Schmidt
5. Zugang zum Case Management und das Umfeld des Case Managers
Zusammenfassung
Bis hierher haben wir gezeigt, wie unsere Beispielpatientin Silvia Schumacher mit Unterstützung des Case Management die für sie am besten geeigneten Leistungen bekommen konnte. Sie ist trotz ihrer Erkrankung im Mittelpunkt des Versorgungsprozesses geblieben und hat alle Entscheidungen mit der Case Managerin gemeinsam getroffen. Die große Unterstützung durch ihre Familie, ihre Freundin und weitere Helfer wurde als wichtiger Baustein des Versorgungsprozesses verstanden und eng mit den professionellen Leistungen verkoppelt.
I. Kollak, S. Schmidt
6. Gesetzliche Förderung von Case Management, Ausbildung von Case Managern und Zertifizierungsweisen
Zusammenfassung
Mit dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz wurde ein Rechtsanspruch auf eine am Case Management orientierte Pflegeberatung (§ 7a SGB XI) gesetzlich festgelegt. Anspruch darauf haben Personen, die Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten, diese beantragt haben und bei denen ein erkenn barer Hilfebedarf besteht. Die Pflegeberatung soll unabhängig, neutral und kostenfrei von Mitarbeitern der Pflege- und Krankenkassen erbracht werden. Deren Inanspruchnahme ist freiwillig. Ein Anspruch besteht für gesetzlich und privat versicherte Personen. Die Ausführung der Pflegeberatung erfolgt unterschiedlich. Gesetzlich Versicherte suchen Pflegestützpunkte auf, für die sich die meisten Bundesländer entschieden haben. Auf Landesinitiative wurden dort Pflegestützpunkte aufgebaut, um die bisherigen Beratungsangebote zu erweitern. Für privat Versicherte gibt es ein telefonisches Beratungsangebot und bei Bedarf eine persönliche Pflegeberatung vor Ort. 2008 hat sich die Firma COMPASS gegründet. Sie bietet für alle privaten Kranken- und Pflegeversicherungen eine bundeseinheitliche Pflegeberatung an.
I. Kollak, S. Schmidt
7. Care und Case Management im Kontext anderer Angebote und Behandlungsprogramme
Zusammenfassung
In der Beschreibung unterschiedlicher Versorgungsformen behinderter, kranker oder pflegebedürftiger Menschen werden Begriffe wie Konzept, Methode, Verfahren, Technik und Programm genannt. Die Vielzahl der Begriffe ist verwirrend und ihre Anwendung ebenso. In diesem Kapitel geht es um das gesetzlich geregelte Angebot des Persönlichen Budgets sowie um die Disease-Management-Programme (DMP). Persönliches Budget und Disease Management lassen sich sehr gut mit der Methode des Care und Case Managements vereinen. Denn das Persönliche Budget soll die Selbstbestimmung durch die eigene Verwaltung des gesetzlich zugestandenen Versorgungsbudgets ermöglichen. Dazu kann die Unterstützung eines Case Managers enorm nützlich sein. Ebenso verhält es sich bei den Disease-Management-Programmen. Hier sollen Menschen mit bestimmten Erkrankungen (Brustkrebs, Diabetes mellitus Typ 1 und 2, koronare Herzkrankheit, chronisch-obstruktive Atemwegserkrankungen, Asthma bronchiale) durch koordinierende Maßnahmen (z. B. Informationen, Beratungen, Schulung) während ihrer Therapie begleitet werden. Die statistischen Daten, die im Rahmen des DMP erhoben werden, sollen wiederum Rückschlüsse für die Behandlung dieser Patientengruppen liefern. Ein systematisches Behandlungsprogramm auf der Grundlage evidenzbasierter Therapie ist eine sehr gute Basis, auf der Patient und Case Manager das individuell notwendige Netzwerk aufbauen können.
I. Kollak, S. Schmidt
8. Lösungen für die Übungen
Zusammenfassung
Für viele Organisationen ist ein hohes Alter (Herr Kaminski ist 86 Jahre alt) ein ausreichendes Kriterium fürs Case Management. Wenn hinzu kommt, dass ein Klient
I. Kollak, S. Schmidt
Backmatter
Metadaten
Titel
Fallübungen Care und Case Management
verfasst von
Prof. Dr. Ingrid Kollak
Stefan Schmidt
Copyright-Jahr
2015
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-642-41725-2
Print ISBN
978-3-642-41724-5
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-642-41725-2