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Erschienen in: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 3/2019

26.03.2019 | Themenschwerpunkt

Umzüge von älteren Menschen mit geistiger Behinderung

Eine quantitative Analyse

verfasst von: MA Theresia Haßler, Antonia Thimm, Prof. Dr. Friedrich Dieckmann

Erschienen in: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie | Ausgabe 3/2019

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Zusammenfassung

Hintergrund

Umzüge aus dem vertrauten Wohnumfeld sind für ältere Menschen mit geistiger Behinderung (gB) besonders riskante Lebensereignisse. Gleichzeitig können sie jedoch auch dazu beitragen, die soziale Teilhabe und Selbstbestimmung im Alter zu erhalten oder zu erweitern. Im BMBF-Projekt MUTIG wurden am Beispiel von Westfalen-Lippe für die Jahre 2014 und 2015 die Umzugsdynamiken von älteren Menschen mit gB untersucht, d. h., wie häufig Umzüge bei der Personengruppe (≥50 Jahre) vorkamen und welche Umzugsrichtungen sich zwischen Wohnsettings abzeichnen.

Material und Methoden

Die Untersuchung basierte auf einer Sekundäranalyse personenbezogener Daten von erwachsenen Leistungsempfängern/Leistungsempfängerinnen (≥50 Jahre) der Eingliederungshilfe des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe. Für jede Person wurden die Adressen und Wohnsettings zu Beginn und zum Ende der Jahre 2014 und 2015 verglichen.

Ergebnisse

Etwa 5 % der älteren Menschen mit gB sind in jedem Jahr umgezogen. Auffällig ist, dass es v. a. Personen aus den Komplexeinrichtungen und gemeindebasierten Wohnheimen sind, die im Alter in Pflegeeinrichtungen gezogen sind. Gleichzeitig hielten sich Ein- und Auszüge von älteren Menschen mit gB in ambulant betreute Wohnsettings die Waage.

Schlussfolgerung

Kleinere unterstützte Wohnsettings müssen auch älteren Menschen mit gB offenstehen und möglichst lange eine Wohnperspektive bieten. Kritisch diskutiert wird die Sogwirkung, die Pflegeeinrichtungen auf ältere Bewohner/-innen in Komplexeinrichtungen oder Wohnheimen ausüben.
Literatur
2.
Zurück zum Zitat Burtscher R, Heyberger D, Schmidt T (2015) Die „unerhörten“ Eltern. Lebenshilfe Verlag, Marburg Burtscher R, Heyberger D, Schmidt T (2015) Die „unerhörten“ Eltern. Lebenshilfe Verlag, Marburg
3.
Zurück zum Zitat Dieckmann F, Giovis C, Röhm I (2016) Die Lebenserwartung von Menschen mit geistiger Behinderung in Deutschland. In: Müller S, Gärtner C (Hrsg) Lebensqualität im Alter: Perspektiven für Menschen mit geistiger Behinderung und psychischen Erkrankungen. Springer, Wiesbaden, S 55–75 CrossRef Dieckmann F, Giovis C, Röhm I (2016) Die Lebenserwartung von Menschen mit geistiger Behinderung in Deutschland. In: Müller S, Gärtner C (Hrsg) Lebensqualität im Alter: Perspektiven für Menschen mit geistiger Behinderung und psychischen Erkrankungen. Springer, Wiesbaden, S 55–75 CrossRef
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Zurück zum Zitat Dieckmann F, Graumann S, Schäper S, Greving H (2013) Bausteine für eine sozialraumorientierte Gestaltung von Wohn- und Unterstützungsarrangements mit und für Menschen mit geistiger Behinderung im Alter. LWL/ KatHO NRW, Münster (Vierter und abschließender Zwischenbericht im BMBF-Projekt „Lebensqualität inklusiv(e)“) Dieckmann F, Graumann S, Schäper S, Greving H (2013) Bausteine für eine sozialraumorientierte Gestaltung von Wohn- und Unterstützungsarrangements mit und für Menschen mit geistiger Behinderung im Alter. LWL/ KatHO NRW, Münster (Vierter und abschließender Zwischenbericht im BMBF-Projekt „Lebensqualität inklusiv(e)“)
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Zurück zum Zitat Driller E, Alich S, Karbach U, Pfaff H, Schulz-Nieswandt F (2008) Die INA-Studie. Inanspruchnahme, soziales Netzwerk und Alter am Beispiel von Angeboten der Behindertenhilfe. Lambertus, Freiburg im Breisgau Driller E, Alich S, Karbach U, Pfaff H, Schulz-Nieswandt F (2008) Die INA-Studie. Inanspruchnahme, soziales Netzwerk und Alter am Beispiel von Angeboten der Behindertenhilfe. Lambertus, Freiburg im Breisgau
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Zurück zum Zitat Ehlert J (2015) Funktionale Darstellungen der Daten der Bevölkerungs- und Kommunalstatistik. Z Amtl Stat 9(1):40–47 Ehlert J (2015) Funktionale Darstellungen der Daten der Bevölkerungs- und Kommunalstatistik. Z Amtl Stat 9(1):40–47
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Zurück zum Zitat Scheiner J, Reuschke D, Friese M (2011) Umzugsverhalten älterer Menschen: Vorsorgend, Nachsorgend oder gar nicht? TU, Dortmund Scheiner J, Reuschke D, Friese M (2011) Umzugsverhalten älterer Menschen: Vorsorgend, Nachsorgend oder gar nicht? TU, Dortmund
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Zurück zum Zitat Thimm A, Rodekohr B, Dieckmann F, Haßler T (2018) Wohnsituation Erwachsener mit geistiger Behinderung in Westfalen-Lippe und Umzüge im Alter: Erster Zwischenbericht zum Forschungsprojekt „Modelle für die Unterstützung der Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung im Alter innovativ gestalten“ (MUTIG). Münster Thimm A, Rodekohr B, Dieckmann F, Haßler T (2018) Wohnsituation Erwachsener mit geistiger Behinderung in Westfalen-Lippe und Umzüge im Alter: Erster Zwischenbericht zum Forschungsprojekt „Modelle für die Unterstützung der Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung im Alter innovativ gestalten“ (MUTIG). Münster
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Zurück zum Zitat Vock R, Zaumseil M, Zimmermann R‑B (2007) Psychisch krank ins Pflegeheim? Eine Untersuchung der Situation in Berlin. Mabuse 32(169):36–38 Vock R, Zaumseil M, Zimmermann R‑B (2007) Psychisch krank ins Pflegeheim? Eine Untersuchung der Situation in Berlin. Mabuse 32(169):36–38
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Zurück zum Zitat Wacker E, Wetzler R, Metzler H, Hornung C (1998) Leben im Heim. Angebotsstrukturen und Chancen selbstständiger Lebensführung in Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe. Bericht zu einer bundesweiten Untersuchung im Forschungsprojekt „Möglichkeiten und Grenzen selbstständiger Lebensführung in Einrichtungen“. Nomos, Baden-Baden Wacker E, Wetzler R, Metzler H, Hornung C (1998) Leben im Heim. Angebotsstrukturen und Chancen selbstständiger Lebensführung in Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe. Bericht zu einer bundesweiten Untersuchung im Forschungsprojekt „Möglichkeiten und Grenzen selbstständiger Lebensführung in Einrichtungen“. Nomos, Baden-Baden
Metadaten
Titel
Umzüge von älteren Menschen mit geistiger Behinderung
Eine quantitative Analyse
verfasst von
MA Theresia Haßler
Antonia Thimm
Prof. Dr. Friedrich Dieckmann
Publikationsdatum
26.03.2019
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie / Ausgabe 3/2019
Print ISSN: 0948-6704
Elektronische ISSN: 1435-1269
DOI
https://doi.org/10.1007/s00391-019-01535-1

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