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01.12.2012 | Originalien | Ausgabe 8/2012

Notfall +  Rettungsmedizin 8/2012

Schnittstellenübergreifende Verlaufsdokumentation am Beispiel von Hypotension und Hypoxie bei schwerem SHT

Eine Pilotstudie

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 8/2012
Autoren:
Dr. M. Helm, J. Hauke, E. Helmschrott, OTA L. Lampl, M. Kulla

Zusammenfassung

Hintergrund

Das Risiko der Entwicklung eines sekundären Hirnschadens bei Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma (SHT) wird durch eine arterielle Hypotension und Hypoxie signifikant erhöht. Ziel der vorliegenden Pilotstudie war es, den Verlauf der Parameter „arterielle Hypotension“ und „Hypoxie“ schnittstellenübergreifend (prä- und innerklinisch) näher zu beleuchten.

Methodik

Retrospektive Analyse der Routinedokumentation der präklinischen Versorgung von Patienten mit schwerem SHT (GCS < 9) sowie der frühen innerklinischen Versorgung. Arterielle Hypotension wurde definiert als RRsys ≤ 90 mmHg und Hypoxie als SpO2 ≤ 90%.

Ergebnisse

Insgesamt erfüllten 45 Patienten (männlich: 67,3%; Alter: 43,3 ± 20,0 Jahre; ISS: 40,8 ± 27,4) die Einschlusskriterien. Bei Ankunft an der Notfallstelle befanden sich 25,6% der Patienten im Schock (RRsys ≤ 90 mmHg) und bei 23,3% lag eine Hypoxie (SpO2 ≤ 90%) vor. Dieser Anteil wurde bereits 10 min nach Ankunft an der Notfallstelle jeweils signifikant auf 7,0% reduziert. Bei Übergabe an der Klinik wiesen lediglich noch 7,0% der Patienten eine Hypotension und 2,3% eine Hypoxie auf. Patienten, bei denen die Schockraumphase vorzeitig beendet werden musste (15,5%), wiesen während der gesamten Schockraumphase signifikant niedrigere systolische Blutdruckwerte auf. In der Gruppe der Überlebenden waren die systolischen Blutdruckwerte am Ende der Schockraumphase signifikant höher als in der Gruppe der Verstorbenen.

Schlussfolgerung

Die Daten dieser Pilotstudie legen den Schluss nahe, dass bei der Mehrzahl der Patienten eine adäquate Schocktherapie und Oxygenierung innerhalb von 10 min nach Ankunft an der Notfallstelle möglich war. Allerdings profitierten lediglich diejenigen Patienten, bei denen auch im weiteren Verlauf Hypotension und Hypoxie vermieden werden konnte.

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Literatur
Über diesen Artikel

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