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Altersgemischte Teams in der Pflege

Miteinander arbeiten - voneinander lernen

Über dieses Buch

Vielfalt statt Einfalt!Dieses Buch richtet sich an Führungspersonen und Praktiker im Pflegebereich und zeigt alle wichtigen Aspekte für ein erfolgreiches Arbeiten im Team mit unterschiedlichen Generationen. Der Mix aus verschiedenen Altersgruppen in einem Team ist nur in den seltensten Fällen ein erfolgreicher Selbstläufer. Vielmehr kommt es darauf an, die Mischung gut zusammenzustellen und immer wieder aufs Neue entsprechend zu dosieren. Die einzelnen Zutaten dazu und wie es gelingen kann, finden Sie in diesem Buch. Verständlich, humorvoll und „auf dem Punkt“ beschreibt die erfahrene Autorin, wie die Zusammenarbeit der verschiedenen Generationen für alle Beteiligten erfolgreich sein kann.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Kapitel 1. Demographie – eine kurze Einordnung

    Jessica Schäfer
    Zusammenfassung
    Die Alterspyramide hat in den vergangenen Jahrzehnten ihr Aussehen deutlich verändert und wird das auch weiterhin tun – von der Tanne, über die Zypresse zur Urne. Vor allem aufgrund der steigenden Lebenserwartung und der niedrigen Geburtenrate wird die Gesellschaft insgesamt, und damit auch die Beschäftigten, immer älter. Dieser demographische Wandel erfordert in vielfältiger Weise ein Um- und Neudenken in den Unternehmen.
  3. Chapter 2. Derzeitige Generationen im Berufsleben

    Jessica Schäfer
    Zusammenfassung
    Derzeit nehmen fünf Generationen – von der Wirtschaftswundergeneration, über die Babyboomer, Generation X und Generation Y bis hin zur Generation Z – aktiv am Berufsleben teil. Allerdings ist die Einteilung nach Generationen eher ein dynamisches Konstrukt, da keine Altersgruppe homogen ist und es sowohl Überschneidungen zwischen Generationen als auch eine enorme Streuung innerhalb einer Generation geben kann. Das Verhalten einer Person hängt daher nicht nur mit ihrer Generationszugehörigkeit zusammen, sondern auch mit der Erziehung, den gemachten Erfahrungen, dem Geschlecht und dem geographischen sowie sozioökonomischen Hintergrund.
  4. Kapitel 3. Alter(n) – warum Zahlen nicht alles sind

    Jessica Schäfer
    Zusammenfassung
    Abgesehen vom kalendarischen Alter – oder anders gesagt, dem „Kerzen auf dem Geburtstagskuchen Alter“ – ist Alter keine objektive und definitive Größe, sondern vielmehr ein soziales Konstrukt. Denn es kommt erheblich darauf an, wie mit dem Alter umgegangen wird: sowohl von jedem persönlich, als auch von der Gesellschaft und dem Unternehmen. „Man ist so alt wie man sich fühlt“, sagt der Volksmund, und es kann ergänzt werden „und wie man von der Außenwelt behandelt wird“ – in beiden Fällen geht es um die Wahl zwischen Defizit- oder Kompetenzperspektive.
  5. Kapitel 4. Arbeitsfähigkeit – ohne sie ist alles andere (fast) nichts

    Jessica Schäfer
    Zusammenfassung
    Arbeitsfähigkeit ist ein bedeutender Faktor, denn er bestimmt darüber, ob/oder wie Beschäftigte in der Lage sind zu arbeiten. Definiert wird Arbeitsfähigkeit als Passungsverhältnis von individuellen Arbeitsressourcen und Arbeitsanforderungen. Auf eine gute Arbeitsfähigkeit haben Faktoren wie die individuelle Gesundheit, Fachwissen, Motivation, Führungsqualität und Unternehmenskultur einen erheblichen Einfluss.
  6. Kapitel 5. Teams – weil die Gruppe mehr kann als der Einzelne

    Jessica Schäfer
    Zusammenfassung
    Erfolgreiche Teams profitieren von der (bewussten) Ergänzung der verschiedenen Fähigkeiten, Schwächen, Erfahrungen, Perspektiven, Charaktere und Altersgruppen der Teammitglieder. Auch wenn altersgemischte Teams auf den ersten Blick ein „normales“ Team abbilden, steckt in ihnen ein beachtliches Zusatzpotenzial. Dieses wird allerdings nicht automatisch entfaltet, schließlich handelt es sich nicht um ein Wurfzelt, sondern es braucht nicht zuletzt eine durchdachte Teamarchitektur, gute Fehler-, Kommunikations- und Konfliktkultur, ein gesundes Wachstum, „heiteres“ statt „vergiftetes“ Teamklima, kontinuierliche Lernmöglichkeiten, aber auch Vertrauen, Teamfähigkeit, Dynamik und eine Teamleitung, die es als zentrale Führungsaufgabe sieht, die positiven Potenziale der Altersvielfalt zur Entfaltung zu bringen und die negativen Effekte wie Vorurteile zu vermeiden beziehungsweise zu reduzieren.
  7. Kapitel 6. Chancen und Herausforderungen von altersgemischten Teams

    Jessica Schäfer
    Zusammenfassung
    Bei generationsübergreifenden Teams gilt wie sooft: Wo Licht ist, ist auch Schatten. So bietet die erfolgreiche Zusammenarbeit verschiedener Altersgruppen unglaublich viele Chancen, zu denen unter anderem ein höheres Verständnis für Patienten/Bewohner, Vermeiden von Gruppendenken („Groupthink“), verbesserte Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit, aber auch wechselseitige Lernmöglichkeiten gehören. Gleichzeitig sind altersgemischte Teams keine „Selbstläufer“, die automatisch immer zu Spitzenteams werden.
  8. Kapitel 7. Unternehmenskultur – „nach Art des Hauses“

    Jessica Schäfer
    Zusammenfassung
    Unternehmenskultur sind gemeinsame Überzeugungen und Werte, die die Entscheidungen und Handlungen jedes Einzelnen prägen und gleichzeitig prägt jeder Einzelne auch die Kultur. Daher muss sie eine Maßanfertigung sein, die gelebt und sich kontinuierlich weiterentwickelt. Häufig wird sie als „Nice to have“ abgewertet, dabei macht sie den Unterschied, ob und wie hoch die Zufriedenheit der Beschäftigten, aber auch der Patienten ist, und hat damit Einfluss auf die Fluktuationsrate, das Image sowie die wirtschaftlichen Ergebnisse.
  9. Kapitel 8. Personal – eine Beziehung für immer?!

    Jessica Schäfer
    Zusammenfassung
    Gutes Personalmanagement bedeutet Beziehungsarbeit – von „auf sich aufmerksam machen“ bis zur Verabschiedung. Ob eine Beziehung überhaupt zustande kommt, wie sie sich gestaltet und wie lange sie hält, hängt von vielen Faktoren ab. Davon am bedeutendsten sind die humanen, also die menschlichen.
  10. Kapitel 9. Führung von altersgemischten Teams

    Jessica Schäfer
    Zusammenfassung
    Die Führung von altersgemischten Teams unterscheidet sich in den allgemeinen Führungsgrundsätzen nicht von denen eines altershomogenen Teams, daher werden diese zwar kurz beleuchtet, doch der Schwerpunkt liegt auf den Besonderheiten der generationsübergreifenden Führung. Für sie braucht es ein erweitertes Führungsrepertoire, denn erfolgreiche Führung von Beschäftigten unterschiedlichen Alters ist immer eine Kombination aus der Beachtung von generationaler Prägung, Alterungseffekten, Lebenssituationen und den individuellen Besonderheiten (Charakter etc.). Neben der Führung jedes einzelnen Mitarbeitenden muss auch das altersgemischte Team insgesamt geführt werden.
  11. Kapitel 10. Motivation – was wird getan und warum

    Jessica Schäfer
    Zusammenfassung
    „Fähigkeit ist das, wozu du fähig bist. Motivation bestimmt, was du tust. Die Einstellung bestimmt, wie gut du es machst.“
  12. Kapitel 11. Anerkennung, Wertschätzung und Loben – ist doch alles das Gleiche, oder?

    Jessica Schäfer
    Zusammenfassung
    Auch wenn die drei Begriffe „Anerkennung, Wertschätzung und Loben“ zunächst identisch erscheinen, haben sie doch verschiedene Bedeutungen und lösen beim Gegenüber unterschiedliche Reaktionen aus. Anerkennung ist der Überbegriff für Wertschätzung und Loben. Während es stark komprimiert bei Wertschätzung darum geht, den anderen für das zu schätzen, „Wie“ er ist, steht beim Loben das „Was“ im Vordergrund.
  13. Kapitel 12. Kreativität – wenn es mehr als herkömmliche Lösungen braucht

    Jessica Schäfer
    Zusammenfassung
    Kreativität ist deutlich mehr als unsinnige Spinnerei oder gar Zeitverschwendung. Richtig eingesetzt und gefördert stellt sie eine „Geheimzutat“ für bessere Teamperformance dar, von der nicht nur die Teammitglieder, sondern auch die Patienten profitieren.
  14. Kapitel 13. Fehler – Chance oder Niederlage

    Jessica Schäfer
    Zusammenfassung
    Auch wenn alles dafür getan wird, dass sie nicht passieren, sind sie allgegenwärtig – ob ein kleines Missgeschick, das schnell wieder behoben ist, oder Fehler, die das Leben eines Patienten gravierend verändern oder sogar beenden. Gründe für Fehler gibt es mehr als genug: Unkonzentriertheit, Missverständnisse, fehleranfällige Strukturen, hoher Zeitdruck und vieles mehr. Daher braucht es eine konstruktive Fehlerkultur, die frei von Angst und Sanktionen ist, in der aus Fehlern gelernt werden darf und in der es heißt: „Reden ist Gold“.
  15. Kapitel 14. Erfolgreiche Kommunikation in Teams

    Jessica Schäfer
    Zusammenfassung
    Bei Kommunikation ist es in etwa so wie im Straßenverkehr: Fährt man alleine auf der Straße, stehen die Chancen für störungsfreies Durch- und Ankommen gut. Gleiches gilt, wenn alle Verkehrsteilnehmer respektvoll und umsichtig fahren und ihren Fahrstil der Situation und den anderen Verkehrsteilnehmern anpassen. Doch genau wie im Verkehr gibt es auch in der Team-Kommunikation immer wieder Störungen: Unterschiedliche Charaktere, Kommunikationsmuster, generationale Prägungen, Kommunikationsstile, „Ohren“, Interpretationen, fehlendes Feedback und „Team-Baustellen“ können von stockender Interaktion über Kommunikation-Staus, leichten Auffahrunfällen bis hin zum Totalschaden von Teams führen.
  16. Chapter 15. Konflikte im Team – Krise oder Gelegenheit

    Jessica Schäfer
    Zusammenfassung
    Konflikte sind fester Bestandteil von Teamarbeit, denn in Teams prallen unterschiedliche Charaktere, Kommunikations- und Konfliktstile, Meinungen, Erfahrungen etc. aufeinander. An Konfliktursachen mangelt es daher schon in altershomogenen Teams nicht. In altersgemischten Teams kommen noch Konfliktpotenziale wie Vorurteile, unterschiedliches Kommunikationsverhalten, anderer Arbeitsethos und die In-Group-Out-Group-Problematik hinzu.
  17. Kapitel 16. Change-Management – Gutes bewahren und Neues wagen

    Jessica Schäfer
    Zusammenfassung
    Während die einen häufig den Blick zurückwerfen und seufzend daran denken, wie viel besser doch früher alles war, und hinsichtlich Veränderungen das Motto „Lieber ein bekanntes Elend, als eine unbekannte Freude“ haben, sind andere der festen Überzeugung, dass es entscheidend ist, permanent alles Bestehende infrage zu stellen und laufend Veränderungen vorzunehmen. Bei der Einstellung gegenüber Änderungen spielt in vielen Fällen das Alter eine Rolle – muss es aber nicht. Entscheidend ist unter anderem, inwieweit die Beschäftigten eingebunden werden (Both-Directions-Ansatz), wie bisherige Change-Prozesse abliefen und ob die Balance zwischen Gutes bewahren und Neues wagen gelingt.
  18. Kapitel 17. Wissensmanagement – Kompetenzen erhalten, ausbauen und transferieren

    Jessica Schäfer
    Zusammenfassung
    Wissen hat ein Verfallsdatum. Damit ist allerdings nicht gemeint, dass ab einem bestimmten Alter nicht mehr gelernt werden kann. Vielmehr ermöglicht nicht zuletzt das Zusammenspiel von fluider und kristalliner Intelligenz, dass Kompetenzen nicht nur erhalten, sondern ausgebaut werden können.
  19. Chapter 18. Humor – Klebstoff für Teams

    Jessica Schäfer
    Zusammenfassung
    Humor ist nicht Humor. Denn Humor kann verletzend, abwertend (put-down-Humor), nervend (z. B. bei Überdosierung) und ausgrenzend (z. B. bei „Insider-Witzen“) sein. Doch neben den Schattenseiten, gibt es vor allem die guten Seiten von Humor im Team.
  20. Kapitel 19. Teamunterstützung von außen – das Potenzial anderer Blickwinkel

    Jessica Schäfer
    Zusammenfassung
    In China sagt man: „Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die ich sehe, eine, die du siehst und eine, die wir beide nicht sehen.“ Daher lohnt es sich immer mal wieder – und besonders bei festgefahrenen Positionen -, einen Blick von außen einzuholen. Denn Nahsicht (Spiegel mit 10-fach Vergrößerung) plus Weitsicht (Blick vom Aussichtsturm oder Berggipfel) ergeben nicht nur andere, neue Blickwinkel, sondern auch Umsicht und Durchblick – und gerade die werden in altersgemischten Teams besonders benötigt.
  21. Backmatter

Titel
Altersgemischte Teams in der Pflege
Verfasst von
Jessica Schäfer
Copyright-Jahr
2021
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-62062-5
Print ISBN
978-3-662-62061-8
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-62062-5

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