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01.05.2014 | Originalien | Ausgabe 3/2014

Notfall +  Rettungsmedizin 3/2014

McPeek-Punktesystem für Polytraumapatienten

Modifikation des McPeek-Punktesystems als neue Methodik zur Verlaufsbeurteilung polytraumatisierter Patienten

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 3/2014
Autoren:
Dr. J. Kreutziger, F. Vollbach, S. Schmid, V. Wenzel, M.A. Constantinescu

Zusammenfassung

Hintergrund

Für wissenschaftliche und epidemiologische Fragestellungen sind die bekannten Trauma-Punktesysteme zur Abschätzung des Verlaufs von Traumapatienten häufig nicht ausreichend, da sie meist nur die Sterbewahrscheinlichkeit abschätzen. Die vorliegende Studie untersuchte, ob das McPeek-Punktesystem, was bisher nur für Patienten, die sich elektiven Baucheingriffen unterziehen mussten, verwendet wurde, in einer modifizierten Form auch bei polytraumatisierten Patienten anwendbar ist.

Methodik

Eine Traumadatenbank erwachsener Polytraumapatienten, die in das Notfallzentrum der Universitätsklinik Bern, Schweiz, zwischen 2002 und 2004 eingeliefert wurden, wurde herangezogen und ein modifizierter McPeek-Punktwert sowie bekannte Trauma-Punktesysteme berechnet. Korrelation, Regression und graphische Analysen wurden für die statistische Auswertung durchgeführt.

Ergebnisse

Es wurden 565 Polytraumapatienten eingeschlossen. Auf Basis der Gesamtpopulation wurde der beobachtete McPeek-Wert jedem einzelnen Patienten zugeordnet. Im Anschluss wurde der vorhergesagte McPeek-Wert mit Hilfe der Trauma-Punktesysteme mittels ordinaler Regression berechnet. Am besten eignete sich der TRISS (p < 0,0001; pseudo-R2 = 0,532). Die Subtraktion des vorhergesagten vom beobachteten McPeek-Punktwert ergibt den residuellen McPeek-Wert. Mit Hilfe dieses modifizierten McPeek-Punktesystems konnten Einflüsse von Alter, Kopfverletzung und Blutzucker – bereits bekannte Einflussfaktoren – auf den Verlauf von Polytraumapatienten quantifiziert werden.

Schlussfolgerung

Das modifizierte McPeek-Punktesystem kann bei Polytraumapatienten angewandt werden. Es kann in der Verlaufseinschätzung dieser Patienten für wissenschaftliche, epidemiologische und qualitätssichernde Fragestellungen hilfreich sein.

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Literatur
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