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01.10.2012 | Leitthema | Ausgabe 7/2012

Notfall +  Rettungsmedizin 7/2012

Intoxikationen mit Herzmedikamenten

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 7/2012
Autor:
Prof. Dr. H.-J. Trappe

Zusammenfassung

Hintergrund

Bei 60–70% aller Vergiftungen (V) im Erwachsenenalter handelt es sich um suizidale Giftaufnahmen, 15–25% sind akzidenteller und 5% gewerblicher Natur. Unter den Giftarten stehen Arzeimittelvergiftungen mit 80–90% an erster Stelle, besonders durch Psychopharmaka und Hypnotika. Bezüglich kardial wirksamer Medikamente (KWM) sind v. a. Digitalis- (D) und β-Blocker(BB)-Intoxikationen bekannt.

Diagnose

Bei Patienten (Pt) mit V sind Anamnese, klinischer Befund und Elektrokardiogramm (EKG) entscheidend, da die meisten KWM zu supraventrikulären oder ventrikulären Arrhythmien führen. Bei DV kommt es v. a. zu AV-Blockierungen (AV: atrioventrikulär), bei BBV zu Leitungsstörungen, Bradykardien und Hypotonien. Auch V mit Kaziumiumantagonisten führen zu AV-Blockierungen bis zum Herzstillstand. Antiarrhythmika (AA) der Klassen I und III sind durch QT-Zeit-Verlängerungen und Torsade-de-pointes-Tachykardien gefürchtet. Salizylate gehen bei V v. a. mit zentralnervösen Symptomen einher.

Therapie

Pt mit V müssen intensivmedizinisch behandelt werden, bei AV-Blockierungen sind Atropin oder temporäre Schrittmacherstimulation notwendig, bei DV sollte ein Antidot gegeben werden. AAV können zu Torsade-de-pointes-Tachykardien und/oder Kammerflimmern führen, mit einer notwendigen Defibrillation/Reanimation. Schwere Salizylat-V erfordern eine Hämodialyse.

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Literatur
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