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24.10.2016 | Originalien | Ausgabe 1/2017

Notfall +  Rettungsmedizin 1/2017

Ergänzungsprüfung Notfallsanitäter für Rettungsassistenten

Erfahrungen aus einem Jahr Vorbereitung, Schulung und Prüfung

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 1/2017
Autoren:
DESA Dr. med. M. Flentje, R. Seebode, A. Flemming

Zusammenfassung

Hintergrund

In Deutschland wurde im Rettungsdienst das neue Berufsbild Notfallsanitäter(in) (NotSan) eingeführt. Um in diesem Berufsbild tätig zu werden, besteht für Rettungsassistenten(innen) mit mehr als 5 Jahren Berufserfahrung die Möglichkeit, sich einer kombinierten mündlichen und praktischen Ergänzungsprüfung zum/zur Notfallsanitäter(in) zu unterziehen. Ziel der Arbeit ist es, Erfahrungen aus Vorbereitung, Prüfung und benötigter Ressourcen darzustellen und die strukturellen Anpassungsprozesse der Rettungsschule aufzuzeigen.

Methode

Die Teilnehmer durchliefen ein von der Rettungsschule entwickeltes Vorbereitungsprogramm auf Basis der NUN-Algorithmen (Niedersächsische Umsetzung für Notfallsanitäter[innen]). Anschließend wurden die Prüfungsergebnisse des Kalenderjahrs 2015 dokumentiert. Alle Prüflinge erhielten nach Ablauf des Jahres einen Fragebogen mit dem Ziel, die eigene und schulische Prüfungsvorbereitung und den Unterschied der Prüfungsinhalte zur Arbeitsrealität zu bewerten.

Ergebnisse

Ein Drittel der Prüflinge hatte Probleme, den Lernaufwand korrekt einzuschätzen und konnte die Prüfung im ersten Anlauf nicht bestehen. Die schulische Vorbereitung wurde von einem Drittel als nicht ausreichend bewertet. Die Bestehensquote der Wiederholungsprüfung lag bei 86 %. Die Arbeitsrealität der Mitarbeiter im Vergleich zu den NUN-Algorithmen wurde sehr heterogen beurteilt.

Schlussfolgerung

Die hohe Bestehensquote in der Wiederholungsprüfung zeigt die generelle Eignung der Teilnehmer, obwohl ca. ein Drittel im ersten Prüfungsversuch durch mangelnde Vorbereitung durchgefallen waren. Unterschiede der Lerninhalte zur Arbeitsrealität scheinen hier zusätzliche Erfolgshindernisse darzustellen. Die sehr variable Kompetenz der Rettungsassistenten sollte weiter beobachtet werden um das Weiterbildungs- und Fortbildungsangebot anzupassen.

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Literatur
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