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26.07.2018 | Originalien | Ausgabe 6/2018

Notfall +  Rettungsmedizin 6/2018

Einstellung nichtärztlicher Mitarbeiter in der präklinischen Notfall- und Rettungsmedizin zu einer evidenzbasierten Notfallmedizin (EBNM)

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 6/2018
Autoren:
S. Koch, D. Drache, J. Frenzel, W. Männling, S. Seeger, M. Thomas, A. Broda
Wichtige Hinweise
Um den Textfluss nicht zu stören, wurde bei Personen- und Berufsbezeichnungen die grammatikalisch maskuline Form gewählt. Selbstverständlich sind in diesen Fällen immer Frauen und Männer gleichermaßen gemeint.

Zusammenfassung

Hintergrund

Eine evidenzbasierte Notfallmedizin (EBNM) wird als Grundlage für eine nachhaltige Qualitätssteigerung bei der Patientenversorgung innerhalb der Notfall- und Rettungsmedizin angesehen. Unter EBNM verstehen wir die Anwendung der derzeit besten wissenschaftlich belegten Erkenntnisse, die bei der Versorgung und Behandlung individueller Patienten in die klinische Entscheidungsfindung professioneller Mitarbeiter in der Notfall- und Rettungsmedizin einfließen. Über die Einstellungen zur Umsetzung der EBNM ist bisher noch wenig bekannt.

Methodik

Im Zeitraum von Mai bis Juni 2017 wurden in einer multizentrischen Querschnittsstudie Bedingungsfaktoren für eine EBNM mittels Fragebogen bei 1648 nichtärztlichen Mitarbeitern in der präklinischen Notfall- und Rettungsmedizin aus allen 16 Bundesländern erhoben. Die Daten wurden deskriptiv mit IBM SPSS Statistics Version 22 (IBM Corp., Armonk, NY, USA) ausgewertet.

Ergebnisse

Eine Mehrheit der Befragten (n = 975; 59,2 %) stimmte der Aussage zu, dass die Notfall- und Rettungsmedizin ein auf Forschung basierendes Berufsfeld werden sollte. Mehr als zwei Drittel der Befragten (n = 1426; 86,5 %) gaben an, das Wissen, welches sie für ihre rettungsdienstliche Tätigkeit nutzen, auf ihrer im Laufe der Zeit erworbenen beruflichen Erfahrungen im Rettungsdienst beruht.

Diskussion

Die in dieser Studie erzielten Ergebnisse bestätigen die positive Einstellung nichtärztlicher Mitarbeiter zur EBNM für die berufliche Praxis in der Notfall- und Rettungsmedizin. Gleichzeitig wird von den Befragten eine stärkere Unterstützung durch Vorgesetzte und ärztliche Kollegen gefordert sowie ein stärkeres Angebot von Fort- und Weiterbildungen zum Thema wissenschaftliches Arbeiten/Forschung benötigt, um evidenzbasierte Notfallmedizin in die berufliche Praxis umzusetzen.

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Literatur
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