Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

15.04.2021 | Originalien | Ausgabe 4/2021 Open Access

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 4/2021

„Das muss man so nehmen.“ Eine Studie zum subjektiven Erleben der Coronapandemie älterer hilfe- und pflegebedürftiger Menschen in der Häuslichkeit

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 4/2021
Autoren:
M.Sc. (Public Health) Angela Nikelski, Eva Trompetter, Stefanie Feldmann, Esther-Sarah Whittaker, Melanie Boekholt, Nino Chikhradze, Friederike Kracht, Petra Lücker, Horst Christian Vollmar, Jochen René Thyrian, Stefan H. Kreisel
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Zusätzliche Informationen sind in der Online-Version dieses Artikels (https://​doi.​org/​10.​1007/​s00391-021-01888-6) enthalten.

Zusammenfassung

Hintergrund

Da ältere Menschen ein erhöhtes Risiko für schwere und letale Verläufe einer SARS-CoV-2-Infektion aufweisen, erfahren sie besondere Aufmerksamkeit, die sich jedoch häufig einseitig auf ihre Schutzbedürftigkeit bezieht. Erforderlich ist eine Auseinandersetzung, die ihren subjektiven Wirklichkeiten Rechnung trägt und neben Risiken auch Ressourcen berücksichtigt.

Ziel der Arbeit

Die Studie stellt die Perspektiven älterer Menschen in den Mittelpunkt, und Ziel ist es, ihr subjektives Erleben der Coronapandemie zu beleuchten. Gefragt wird danach, wie sie die Pandemie, Risiken, Folgen und Schutzmaßnahmen erleben, inwiefern sich diese auf ihren Lebensalltag auswirken und wie sie damit umgehen.

Material und Methoden

Im Mai und Juni 2020 wurden 12 leitfadengestützte Telefoninterviews durchgeführt. Befragt wurden 9 Frauen und 3 Männer zwischen 77 und 91 Jahren, die in der eigenen Häuslichkeit leben, gesundheitlich beeinträchtigt, hilfe- und pflegebedürftig sind. Die Daten wurden mittels strukturierender Inhaltsanalyse ausgewertet.

Ergebnisse

Die Befragten machen sich i. Allg. Sorgen aufgrund der Coronapandemie, schätzen die eigene Gefährdung aber als gering ein. Sie sehen sich von den unmittelbaren Folgen der Krise kaum betroffen oder stark in ihrem Alltag eingeschränkt. Unsicherheiten erleben sie im sozialen Lebensbereich, wobei die Angst vor Einsamkeit zentral ist. Sie halten die Schutzmaßnahmen insgesamt für angemessen, kritisieren aber frühzeitige Lockerungen, familiäre Kontaktbeschränkungen und den Umgang mit Sterbenden.

Diskussion

Ein moderates Ausmaß unmittelbarer persönlicher Betroffenheit, Akzeptanz und Anpassungsfähigkeit prägen das Erleben und den Umgang älterer Menschen mit der Coronapandemie. Sichtbar werden Ressourcen und Kompetenzen im Umgang mit der Krise.

Unsere Produktempfehlungen

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie

Print-Titel

• Themenbezogene Hefte behandeln Fragen der Gerontologie, der Biologie und Grundlagenforschung des Alterns und der geriatrischen Forschung

• Erweitert mit Beiträgen zu Therapie, Psychologie und Soziologie sowie der praktischen Altenpflege.  

• Hot topics von Experten knapp, aussagekräftig und provokativ kommentiert

Zusatzmaterial
Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 4/2021

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 4/2021 Zur Ausgabe

Journal Club

Journal Club