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14.08.2017 | Themenschwerpunkt | Ausgabe 8/2017

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 8/2017

Anabole und molekulare Interventionen am Muskel

Sinnvolle Anti-Aging-Strategie?

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 8/2017
Autor:
PD Dr. Thomas Münzer

Zusammenfassung

Die maximale Lebensspanne des Menschen beträgt rund 115 Jahre. Altern ist ein sehr individueller und komplexer Prozess, der u. a. zu „frailty“ führen kann. Altern kann nicht mit medikamentösen Maßnahmen verhindert werden, obwohl der Mythos vom Jungbrunnen immer noch existiert. Frailty geht sehr stark mit dem Verlust von Muskelmasse und -funktion einher. Darum wurden in den letzten Jahren viele Studien mit Anabolika im Sinne einer Anti-Aging-Strategie durchgeführt. Ziel solcher Interventionen war es, den altersassoziierten Verlust von Muskelmasse und Kraft zu verhindern. Die am häufigsten eingesetzten Substanzen waren Dehydroepiandrosteron (DHEA), Wachstumshormon („growth hormone“, GH) und Testosteron (T). Während sich DHEA und GH als klinisch unwirksam herausgestellt haben, scheinen die Ergebnisse von T‑Interventionen erfolgversprechender. Die Anwendung von T sollte aber nach wie vor auf Studien beschränkt bleiben. Ein neueres Zielprotein für Interventionen ist Myostatin. Dieses Protein ist ein potenter Hemmer der Muskelsynthese. Antikörper gegen Myostatin haben positive Effekte auf die Muskelmasse und die Kraft. Bisher publizierte Daten zum Einsatz von Myostatinantagonisten sind allerdings widersprüchlich. Interventionen an regulatorischen Proteinen mit Effekt auf den intramitochondrialen, den intrazellulären Stoffwechsel oder den Kalziumeinstrom haben im Tierexperiment positive Effekte auf das Muskelwachstum und die Kraft gezeigt. Bis solche Konzepte klinisch therapeutisch eingesetzt werden können, sind weitere Studien nötig.

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Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie

Print-Titel

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• Erweitert mit Beiträgen zu Therapie, Psychologie und Soziologie sowie der praktischen Altenpflege.  

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Literatur
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