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09.07.2018 | Übersichten

Strukturierte Übergabeprozesse in der Notaufnahme

Luxus oder Notwendigkeit

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin
Autoren:
Dr. S. Schacher, P. Glien, M. Kogej, I. Gräff

Zusammenfassung

Hintergrund

Im klinischen Alltag einer zentralen Notaufnahme (ZNA) existieren an den verschiedenen Schnittstellen unterschiedliche Methoden der Informationsweitergabe. Übergaben speziell in Notaufnahmestellen werden als komplex beschrieben, mit einem erhöhten Risiko für einen Schadenseintritt aufgrund des hohen Zeitdrucks bei der Versorgung und der Arbeitsumgebung.

Ziel der Arbeit

Anhand der existierenden Literatur stellt die vorliegende Übersichtsarbeit unterschiedliche Übergabekonzepte dar und diskutiert ihren Einsatz in der ZNA bzw. in deren Schnittstellen.

Material und Methode

Auswertung aktueller Literatur, klinischer Studien, Leitlinien und Handlungsempfehlungen.

Ergebnisse

Zum heutigen Zeitpunkt fehlt die Evidenz für eine optimale Übergabemethode, daher werden in der Literatur mehrere Übergabekonzepte mit unterschiedlichen Ausrichtungen beschrieben. Als strukturierte Übergabeschemata für NA sind folgende Instrumente angeführt: MIST, DE-MIST, (I)SBAR, IMIST-AMBO und BAUM.

Diskussion

Die feste Integration strukturierter Übergaben in den klinischen Alltag ist nur durch Einbezug aller Beteiligten sowie die Bereitschaft aller Berufsgruppen zu Veränderungen in Prozessen und Arbeitskultur zu erreichen. Zur Schaffung einer gemeinsamen Arbeitsumgebung mit einer gemeinsamen Sprache sind strukturierte Übergabeschemata sinnvoll und erhöhen die Patientensicherheit.

Schlussfolgerung

Die Etablierung standardisierter und strukturierter Übergaben in einer ZNA ist unabdingbar. Idealerweise sollte flächendeckend ein einheitliches Übergabeschema für ZNA eingeführt werden, ggf. nach nationalen Vorgaben.

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Literatur
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