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01.08.2015 | Originalien | Ausgabe 5/2015

Notfall +  Rettungsmedizin 5/2015

Qualitätsmanagement in der notfallmedizinischen Versorgung von Patienten mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 5/2015
Autoren:
Dr. med. T. Viergutz, M.D. Schmittner, S. Bess, C. Weiss, A. Kalenka
Wichtige Hinweise

Redaktion

M. Fischer, Göppingen
K.-G. Kanz, München
W. Schreiber, Wien
F. Walcher, Magdeburg

Zusammenfassung

Hintergrund

Das Ziel dieses Beitrags besteht darin, die Evaluierung des Status quo der Qualität in der präklinischen Versorgung von Patienten mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma (SHT) am Notarztstandort Universitätsmedizin Mannheim (UMM) darzustellen. Dabei sollte untersucht werden, inwieweit die Empfehlungen zur präklinischen Versorgung umgesetzt wurden.

Methoden

Die deskriptive Auswertung erfolgte anhand einer retrospektiven Untersuchung von Patienten mit schwerem SHT, die im Zeitraum vom 01.01.2005 bis 01.08.2012 von Notärzten der UMM präklinisch versorgt wurden. Einschlusskriterien waren ein SHT als Verletzungsart mit einer initialen GCS (Glasgow Coma Scale) < 9 Punkte), einem National- NACA-Score (Advisory Committee for Aeronautics Score) > 3 und einem Alter ≥ 16 Jahre.

Ergebnisse

51 Patienten mit schwerem SHT (GCS < 9 Punkte) wurden von den Notärzten der UMM präklinisch versorgt. Alarmierend war, dass lediglich bei einem Anteil von 14 % aller Patienten alle präklinisch empfohlenen Maßnahmen umgesetzt wurden. 47 Patienten wurden mit der Verdachtsdiagnose schweres SHT in die UMM transportiert. Von diesen 47 Patienten konnte bei 29 Patienten (62 %) in der klinischen Diagnostik die Verdachtsdiagnose bestätigt werden. 14 dieser 29 Patienten starben an den Folgen ihrer Kopfverletzungen in der Klinik.

Schlussfolgerungen

Die Versorgung von Patienten mit schwerem SHT ist komplex und anspruchsvoll. Gerade die „elementaren Maßnahmen“ wie z. B. die Blutzuckermessung bei vigilanzgeminderten Patienten, die korrekte Lagerung und die endexspiratorische CO2-Messung bei intubierten Patienten wurden nicht zufriedenstellend umgesetzt.

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Literatur
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