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01.06.2015 | Leitthema | Ausgabe 4/2015

Notfall +  Rettungsmedizin 4/2015

Notfälle an Bord von Linienflugzeugen

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 4/2015
Autoren:
Dr. C. Neuhaus, D.E.S.A., E.D.I.C., F.As.M.A. Priv.-Doz. Dr. med. J. Hinkelbein
Wichtige Hinweise

Redaktion

J. Hinkelbein, Köln
H.P. Moecke, Hamburg

Zusammenfassung

Hintergrund

Das weltweite Passagieraufkommen in der Zivilluftfahrt wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig bis auf ungefähr 2,5 Mrd. Passagiere im Jahr 2012 an. Trotz der steigenden Wahrscheinlichkeit, als Mediziner an Bord eines Luftfahrzeugs mit einem Notfall konfrontiert zu werden, existieren bisher nur wenige Daten über die genaue Inzidenz und Art der Erkrankungen. Die vorliegende Arbeit erläutert veröffentlichte Daten bezüglich der Inzidenz von Notfällen und Ursachen im kommerziellen Luftverkehr. Außerdem werden diagnostische und therapeutische Optionen und Grenzen für den reisenden Notarzt dargestellt.

Material und Methoden

Medline-Suche zur Identifizierung relevanter Publikationen zum Thema. Alle Arbeiten wurden unabhängig voneinander von zwei Anästhesisten mit der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin sowie Erfahrung in der Flugmedizin und Zusatzqualifikation als Berufs-/Verkehrsluftfahrzeugführer bezüglich ihrer Verwertbarkeit analysiert.

Ergebnisse

Die meisten Autoren beschreiben einen medizinischen Notfall pro 10.000–40.000 transportierter Passagiere. Kardiale Erkrankungen und Synkopen verursachen die meisten Probleme an Bord, gefolgt von gastrointestinalen Beschwerden und respiratorischen Notfällen. Die zur Diagnostik und Behandlung verfügbare Ausrüstung ist aufgrund verschiedenster internationaler Empfehlungen heterogen und wenig standardisiert.

Schlussfolgerungen

Das Fehlen einer internationalen Datenbank für medizinische Zwischenfälle an Bord von Luftfahrzeugen erschwert die bedarfsadaptierte Ausrüstung mit Notfallequipment und gezielter Schulung der potenziellen Ersthelfer. Der zufällig an Bord befindliche Arzt muss sich individuell mit den vorhandenen Behandlungsoptionen vertraut machen und hierauf basierend seine diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen durchführen.

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Literatur
Über diesen Artikel

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