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05.09.2019

Stand der interkulturellen Öffnung der Einrichtungen im Pflegebereich in Berlin

Zeitschrift:
HeilberufeScience
Autoren:
Min-Sung Kim, Jieun Park
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Hintergrund

In Zeiten des demografischen Wandels in Deutschland kann die Prognose gestellt werden, dass immer mehr ältere Migrant*innen ins System der Altenhilfe und Altenpflege rücken werden. Es ist aber festzustellen, dass viele Migrant*innen migrationsbedingte Barrieren bei der Inanspruchnahme der Pflege- und Versorgungsangebote haben. Die interkulturelle Öffnung der pflegerischen Einrichtungen soll die Zugangsbarrieren abmildern und somit eine gleichberechtigte Teilhabe der Migrant*innen gewährleisten. Allerdings wird in vielen Studien darauf hingewiesen, dass der Stand der interkulturellen Öffnung in Deutschland nicht zufriedenstellend ist.

Ziel

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, einen Überblick über die aktuelle Lage der interkulturellen Öffnung und Orientierung der Einrichtungen im Bereich der Pflege in Berlin zu bekommen.

Methode

Um das Ziel zu erreichen, wurden pflegerische Einrichtungen in Berlin mit Items befragt, die die Sensibilität für die interkulturelle Öffnung und den interkulturellen Stand der Einrichtungen erfassen sollen. Insgesamt wurden die Daten aus 231 Einrichtungen im Bereich der Pflege in Berlin in die quantitative Analyse aufgenommen (Rücklaufquote insgesamt: 20,6 %).

Ergebnisse

Knapp über 50,0 % der befragten Einrichtungen nahmen einen Handlungsbedarf bei der pflegerischen Versorgung von Migrant*innen wahr, während für über 70,0 % der Einrichtungen die Versorgung von Migrant*innen wirtschaftlich nicht bedeutend ist. Das Ergebnis bezüglich des interkulturellen Stands zeigt, dass unter den befragten Einrichtungen die Maßnahmen zur interkulturellen Öffnung auf der Strukturebene am meisten umgesetzt wurden und die auf der Ergebnisebene am wenigsten. Außerdem ist sichtbar, dass eine hohe Sensibilität für die interkulturelle Öffnung mit dem besseren interkulturellen Stand der Einrichtungen einhergeht.

Schlussfolgerung

Die vorliegende Studie konnte erste Hinweise auf den nachzuholenden interkulturellen Stand der Einrichtungen im Pflegebereich in Berlin liefern. Nach der Analyse ist insgesamt festzustellen, dass der Stand der interkulturellen Öffnung bei den pflegerischen Einrichtungen in Berlin hinsichtlich der erhobenen interkulturellen Aspekte einen deutlichen Aufholbedarf aufzeigt. In Zukunft ist es außerdem notwendig, valide und objektive Instrumente zur Erfassung der interkulturellen Öffnung zu entwickeln.

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Literatur
Über diesen Artikel
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