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01.08.2013 | Ausgabe 3/2013

HeilberufeScience 3/2013

Selbstdarstellungsverhalten professionell Pflegender auf fachbezogen vs. multidisziplinär belegten Stationseinheiten

Eine empirische Studie an deutschen Krankenhäusern der Versorgungsstufe I

Zeitschrift:
HeilberufeScience > Ausgabe 3/2013
Autoren:
Dipl. Pflegewirtin (FH) Roswitha Diels, a.o. Univ. Prof. Dr. Gernot Brauchle

Zusammenfassung

Angesichts veränderter gesetzlicher Rahmenbedingungen und des zunehmenden Wettbewerbsdrucks um Patienten, Personal und finanzielle Mittel entschließen sich immer mehr deutsche Krankenhausträger zur Implementierung von multidisziplinär organisierten Stationseinheiten. Durch eine prozessorientierte, fachübergreifende Bettenbelegung können die Synergien verschiedener Fachdisziplinen subsumiert und die stationäre Kapazitätsauslastung maximiert werden. Vor diesem Hintergrund untersucht diese Querschnittsstudie (n = 135), ob die unterschiedliche Belegungsart, fachbezogen oder multidisziplinär, einen Einfluss auf das Selbstdarstellungsverhalten von professionell Pflegenden ausübt. Das Datenmaterial zu dieser Untersuchung wurde an zwei deutschen Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung erhoben. Befragt wurden ausschließlich Gesundheits- und Krankenpfleger aus dem stationären Bereich. Der verwendete Fragebogen setzte sich aus verschiedenen validen Skalen standardisierter Messinstrumente zusammen. Im Gruppenvergleich konnten signifikante Unterschiede bezüglich des beruflichen Selbstkonzepts, der proaktiven Grundeinstellung und der individuellen Selbstwirksamkeitserwartung ermittelt werden. Professionelle Pflegekräfte, die auf multidisziplinär belegten Stationen beschäftigt sind, zeigen im Unterschied zu Kollegen, die auf fachbezogenen Stationseinheiten eingesetzt sind, ein stärkeres Initiativverhalten und weisen höhere individuelle bzw. kollektive Selbstwirksamkeitswerte auf. Die Ergebnisse dieser Studie könnten ein Hinweis darauf sein, dass die Organisationsstruktur mit multidisziplinärer Bettenbelegung einen positiveren Einfluss auf das Selbstdarstellungsverhalten von professionell Pflegenden ausübt als die traditionelle Belegungsstrategie durch einzelne Fachdisziplinen.

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