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07.09.2016 | Konzepte – Stellungnahmen – Leitlinien

Rechtliche Rahmenbedingungen in der präklinischen Notfallversorgung

Das Forschungsprojekt EMSiG „Preclinical Emergency Medical Services in Germany“

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin
Autoren:
K. Roth, N. Baier, C. Henschke, S. Felgner, R. Busse
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Die Infobox 1, die Tabelle 1 und die vollständige Tabelle 3 finden Sie online als Supplementary Material unter doi:10.​1007/​s10049-016-0214-1.

Zusammenfassung

Hintergrund

Der deutsche Rettungsdienst steht durch steigende Fallzahlen sowie den Ärztemangel in ländlichen Gebieten vor einer großen Herausforderung. Trotz dieser Entwicklung gibt es derzeit auf bundesdeutscher Ebene wenige Forschungsaktivitäten im Bereich der rettungsdienstlichen notfallmedizinischen Versorgung. Hier setzt das Projekt Preclinical Emergency Medical Services in Germany (EMSiG) des Gesundheitsökonomischen Zentrums Berlin an. Ziel dieser Arbeit ist es, ausgewählte Strukturparameter, die aus den rechtlichen Rahmenbedingungen der 16 Bundesländer hervorgehen, gegenüberzustellen.

Methodik

Die rechtlichen Rahmenbedingungen werden hinsichtlich spezifischer Parameter, wie z. B. Hilfsfristen und personelle Vorgaben zur Rettungsmittelbesetzung, anhand eines Reviews der Rettungsdienstgesetze sowie der relevanten Verordnungen der Bundesländer erfasst und systematisch dargestellt.

Ergebnisse

Die rechtlichen Strukturen und Rahmenbedingungen in der präklinischen Notfallversorgung divergieren erheblich in Deutschland. Unterschiede ergeben sich v. a. für die Definition der Notfallversorgung, die Leitstellen (hinsichtlich der Aufgaben, des Personals und der Kooperation mit dem ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen), die Hilfsfristen und die personelle Besetzung der Rettungsmittel.

Schlussfolgerung

Eine detaillierte Untersuchung der Rettungsdienstgesetze der 16 Bundesländer verdeutlicht, dass die bundeslandspezifischen Besonderheiten eine deutschlandweite Betrachtung der rettungsdienstlichen Versorgung erschweren. Um tiefergehende Einblicke zu erlangen, ist eine deutschlandweite Datenakquise unumgänglich. Eine so geschaffene Datengrundlage soll einen strukturellen Vergleich materieller und personeller Ressourcen von Rettungsdienstbereichen über die Grenzen der Bundesländer hinweg ermöglichen.

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