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04.04.2020 | Originalien | Ausgabe 3/2021 Open Access

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 3/2021

Prävalenz kognitiver Beeinträchtigungen in der pflegerischen Akutversorgung – Analyse und Vergleich von Routinedaten

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 3/2021
Autoren:
Dr. rer. medic. Tobias Mai, M.A. Christa Flerchinger

Zusammenfassung

Hintergrund

Aufgrund des demografischen Wandels ist von einer zunehmenden Prävalenz stationärer Patienten mit kognitiven Beeinträchtigungen auszugehen. Für eine bestmögliche Versorgung gilt es, diese Patientengruppe mit einem routinemäßigen Verfahren frühzeitig zu erkennen.

Methode

Die aktuelle Studie untersuchte die Prävalenzrate von kognitiven Beeinträchtigungen bei stationären Patienten >65 Jahre, die mit dem Mini-Mental-Status-Test (MMST) während der pflegerischen Aufnahme untersucht wurden. Anhand der Screeningquote wurde die Bereitschaft von Pflegekräften, den MMST als Routineinstrument zu verwenden, überprüft. Die Quote wurde zudem mit der Anzahl der kodierten F‑Diagnosen der ICD-10-GM verglichen. Diese retrospektive Studie wurde vom Oktober 2018 bis März 2019 an einer Universitätsklinik durchgeführt.

Ergebnisse

Von 7311 stationären Patienten >65 Jahre wurden 11,7 % gescreent. Die Prävalenz kognitiver Beeinträchtigungen betrug 20,7 % und war höher als die Prävalenzrate von Demenz und Delir aufgrund medizinischer Diagnosen (p < 0,001). Mit 11,7 % ist die Bereitschaft des Pflegepersonals, den MMST zur Einschätzung kognitiver Beeinträchtigungen während der Patientenaufnahmen einzusetzen, gering.

Diskussion

Die höhere Prävalenz bestätigt die Notwendigkeit, Patienten mit kognitiven Störungen zu erkennen. Die geringe Bereitschaft, den MMST anzuwenden, legt jedoch nahe, dass zum einen ein kürzeres Instrument verwendet und zum anderen Pflegenden mehr Informationen zu kognitiv beeinträchtigten Patienten vermittelt werden sollten.

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Literatur
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