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7. Chirurgische Symptomkontrolle in der Palliativmedizin

  • 2019
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

Die Palliativchirurgie ist genauso alt wie die Chirurgie an sich selbst, auch wenn erst in den letzten Jahren wieder eine Rückbesinnung hierauf langsam stattfindet. Häufig empfinden Chirurgen das Präfix „palliativ“ vor ihrem Eingriff als abwertend aus der Befürchtung heraus, dass dies einen vermeintlichen vorhergegangenen Behandlungsfehler impliziert. Allerdings haben die unterschiedlichen chirurgischen Fachrichtungen Angebote, die sterbenden Patienten in allen Phasen Erleichterung schaffen können. Oftmals wird der Begriff „palliativ“ auch irreführend in der onkologischen Chirurgie verwendet, wenn der Primärtumor aufgrund seiner Ausdehnung oder anatomischen Lagebeziehung nicht komplett entfernt werden kann und so mit Sicherheit ein Rezidiv auftreten wird. Dieses „debulking“, also die Reduktion einer Gesamttumormasse, wird aber im deutschen Sprachraum zunehmend richtig als „nicht-kurative Chirurgie“ oder „zytoreduktive Chirurgie“ bezeichnet.
Ein guter Arzt vermag mit einem nassen Handtuch mehr auszuüben als ein schlechter mit einer ganzen Apotheke. Christian Albert Theodor Billroth (1829–1894), deutscher Chirurg
Titel
Chirurgische Symptomkontrolle in der Palliativmedizin
Verfasst von
Julian Kricheldorff
Copyright-Jahr
2019
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-59285-4_7
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