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01.06.2015 | geriatrie | Ausgabe 5/2015

ProCare 5/2015

Zweiter Weltkrieg und pflegerische Versorgung heute

Einfluss von Kriegstraumatisierungen auf professionelle Pflegesituationen

Zeitschrift:
ProCare > Ausgabe 5/2015
Autoren:
Dipl. Heilpäd. Inka Wilhelm, Prof. Dr. Susanne Zank
Wichtige Hinweise
PTBS: posttraumatische Belastungsstörung. Häufige Folge einer Traumatisierung, wenn entsprechende Verarbeitungsmöglichkeiten fehlen. Menschen mit einer PTBS weisen Symptome wie emotionale Taubheit, chronische Übererregung und tranceartiges Wiedererleben der traumatischen Situation auf
Das Forschungsprojekt startete im April 2011 und wird seit April 2013 im Rahmen eines Promotionsstipendiums von der Heinrich-Böll- Stiftung gefördert.

Zusammenfassung

Hintergrund

In dieser Studie wird erstmals empirisch untersucht, ob und inwiefern sich Spätfolgen von Traumatisierungen im Zweiten Weltkrieg bei nicht von den Nationalsozialisten (NS) verfolgten Deutschen auf professionelle Pflegesituationen auswirken.

Methode

Es wurden 105 professionelle Pflegekräfte aus Nordrhein-Westfalen (NRW) standardisiert zum Einfluss von Kriegstraumatisierungen auf ihren pflegerischen Arbeitsalltag befragt.

Ergebnisse

In ihrem Arbeitsalltag haben 82 Prozent der befragten Pflegekräfte bereits einen kriegstraumatisierten Menschen gepflegt. Dass sich die Kriegstraumatisierung der Pflegebedürftigen auf ihren Arbeitsalltag ausgewirkt hat, gaben 77 Prozent der Studienteilnehmer an. Es schätzten 63 Prozent der Befragten die Bedeutung einer Kriegstraumatisierung für den Arbeitsalltag als hoch ein. Moniert wurden mangelndes Wissen und Sensibilität der eigenen Profession gegenüber dem Thema.

Schlussfolgerungen

Vor dem Hintergrund der geschilderten Ergebnisse scheinen die Sensibilisierung sowie die fachliche Aus- und Weiterbildung von Pflegepersonal hinsichtlich des Umgangs mit (kriegs-)traumatisierten Menschen erforderlich, um Betroffene adäquat zu versorgen.

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