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03.05.2021 | Sars-CoV-2 | Nachrichten

Umfrage: Mehr Bewegungsfreiheit mit Covid-19-Impfausweis?

In einer vom Weltwirtschaftsforum beauftragten Umfrage befürworten fast drei Viertel der Teilnehmenden die Einführung eines Impfausweises. Sie erhoffen sich davon, dass Reisen und der Besuch von Veranstaltungen wieder sicher werden.

Die Diskussion um Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen für Corona-Geimpfte ist in vollem Gange. Aktuell im Fokus: der Covid-19-Impfpass und seine Einsatzmöglichkeiten. Kann der Impfpass – zumindest gegen Covid-19 geimpften Personen – die lang ersehnte „Bewegungsfreiheit“ zurückgeben? Nach einer aktuellen Ipsos-Umfrage im Auftrag des Weltwirtschaftsforums befürworten drei von vier Befragten (73%) in 28 Ländern den Einsatz von Impfausweisen, um das Reisen und große Veranstaltungen sicher zu machen. Eine große Mehrheit (78%) ist zudem dafür, dass bei der Einreise in ihr Land ein Impfpass oder ein Gesundheitsdatenzertifikat vorgelegt werden sollte.

Deutsche befürworten Impfausweispflicht bei Einreise

Auch die Deutschen sind mehrheitlich (67%) der Meinung, dass COVID-19-Impfpässe wirksam dazu beitragen würden, Reisen und Großveranstaltungen sicher zu machen. Etwa ebenso viele (63%) meinen, dass ein Impf-Nachweis für den Zugang zu großen öffentlichen Veranstaltungen wie Konzerten oder Sportevents vorgeschrieben werden sollte. 73 Prozent treten außerdem für die Vorlage eines Impfausweises bei der Einreise nach Deutschland ein.

Geteilte Meinungen zum Besuch von Geschäften und Restaurants

Geteilter Meinung sind die Befragten, wenn es um das Betreten von Geschäften, Restaurants und Büros geht. Im Durchschnitt der 28 Länder ist nur etwa die Hälfte (55%) der Meinung, dass dafür ein COVID-19-Impfpass vorgeschrieben werden sollte. In Deutschland sind 42 Prozent ausdrücklich dagegen. Zum Vergleich: In Russland (72%) ist die Ablehnung dieser Maßnahme besonders groß, aber auch in Ungarn, Polen, Belgien und den USA sind jeweils über 50 Prozent der Befragten nicht damit einverstanden, dass ein Impfpass in diesem Umfeld vorgeschrieben werden sollte.

Lockerungen für Geimpfte unfair gegenüber Nicht-Geimpften

Politik und Ethikkommission treibt die Frage um, ob ein Verfahren gerecht ist, das Lockerungen nur für geimpfte Personen vorsieht. Mit dieser Problematik hat sich eine weitere Ipsos-Umfrage befasst, die unter mehr als 15.000 Menschen in zwölf Ländern ebenfalls im April 2021 durchgeführt wurde (ca. 2.000 Personen in den USA, je 1.500 in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien sowie je 1.000 in Australien, Brasilien, Kanada, China, Japan und Mexiko). Die Befragten sollten angeben, welche der beiden folgenden Aussagen ihrer eigenen Meinung am nächsten kommt: 

  • Nur diejenigen, die gegen COVID-19 geimpft sind, sollten Dinge tun dürfen, an denen große Menschengruppen beteiligt sind, wie z. B. öffentliche Verkehrsmittel benutzen, fliegen und kulturelle und sportliche Veranstaltungen besuchen (im Durchschnitt wählten 54% diese Antwort), oder
  • Diese Aktivitäten nur denjenigen zu erlauben, die geimpft sind, ist unfair gegenüber denjenigen, die nicht geimpft sind (46% stimmen dem zu)

Beim Blick auf die einzelnen Länder zeigen sich deutliche Unterschiede: Mehr als sechs von zehn Erwachsenen in Brasilien (63%), den USA (62%) und Kanada (61%) sind der Meinung, dass Aktivitäten mit großen Gruppen auf die Geimpften beschränkt werden sollten. Im Gegensatz dazu halten Mehrheiten in Frankreich (57%), Spanien (55%), Japan und Deutschland (je 53%) dies für unfair gegenüber jenen, die nicht zur Impfung berechtigt sind, noch auf einen Impfstoff warten oder sich bewusst gegen eine Impfung entschieden haben. (SK)



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