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04.10.2021 | Sars-CoV-2 | Nachrichten

DKG-Chef appelliert an Solidaritätsgefühl

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Nach wie vor reicht die Impfquote in Deutschland nicht aus, um die Pandemie erfolgreich zu stoppen. Mit einer deutlichen Botschaft wendet sich jetzt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Dr. Gerald Gaß an bisher ungeimpfte Mitbürger.

Intensivpflege © Robert Michael  dpa-Zentralbild  dpa  picture allianceSeit 18 Monaten im Dauereinsatz: Wer COVID-Patienten aufwändig versorgt, fehlt häufig an anderer Stelle.

Das individuelle Recht auf Krankheit habe dort Grenzen, wo es die Behandlung anderer Patienten und damit deren Gesundheit gefährde und das Personal im Krankenhaus überfordere, erklärte Gaß am Donnerstag. 

Angesichts der seit 18 Monaten anhaltenden extremen Arbeitsbelastung der Mitarbeitenden im Gesundheitswesen kann der DKG-Chef nachvollziehen, wenn viele von ihnen ungeimpften COVID-Patienten, rücksichtsloses Verhalten vorwerfen.

Gaß sieht in der Empörung mancher Mitarbeiter*innen die Sorge, ob sie auch in den kommenden Monaten für alle Patienten die maximale Gesundheitsversorgung leisten können oder dass ein Teil der Kolleg*innen den Kliniken frustriert den Rücken kehrt.

Medienberichten zufolge äußern sich Pflegefachpersonen in privaten Facebookgruppen zunehmend wütend über ungeimpfte COVID-Patienten. „Könnt ihr verstehen, dass ich echt keinen Bock mehr habe?“, fragt dort beispielsweise eine Intensivschwester. Nach seiner Genesung habe ihr ein Patient erklärt, „dass ja alles nicht so schlimm gewesen sei“ und er sich auch weiterhin an keine Schutzmaßnahmen halten werde.

Solidarität angesichts begrenzter Ressourcen

Gemeinsam müsse man anerkennen, dass auch im Gesundheitswesen die Ressourcen endlich seien, so Gaß. „Jedes Intensivbett und jede Beatmungseinheit, die von einem ungeimpften Patienten in Anspruch genommen wird, steht in diesem Moment einem anderen schwerkranken Menschen nicht zur Verfügung. Jede Pflegekraft und jede Ärztin, die sich um die hoch aufwändigen COVID-Patienten kümmert, kann ihre Hilfe und Zuwendung nicht gleichzeitig anderen lebensbedrohlich kranken Patienten zukommen lassen.“

Wenn die Gesellschaft insgesamt oder in großen Teilen das Prinzip der Solidarität missachte, sei es nicht  mehr möglich, die bestmögliche Gesundheitsversorgung für alle diejenigen zu ermöglichen, die diese Ressourcen im Notfall bräuchten.

Gaß verwies darauf, dass derzeit 90 Prozent der COVID-Patienten in den Intensivstationen nicht geimpft sind. Nur bei den allerwenigsten gebe es dafür medizinische Gründe: „Es ist deshalb ein wichtiger Akt der Solidarität und des gesellschaftlichen Zusammenhalts, durch die eigene Impfung die knappen und wertvollen personellen und medizintechnischen Ressourcen in unseren Krankenhäusern für die schwerkranken Patientinnen und Patienten zu schonen, die dringend darauf angewiesen sind.“ (ne)


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