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19.03.2021 | Sars-CoV-2 | Nachrichten

AstraZeneca-Impfungen gehen weiter

Die Impfungen mit der AstraZeneca-Vakzine werden in Deutschland wieder aufgenommen. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) bewertet den Nutzen des Impfstoffs höher als mögliche Risiken. Allerdings soll es einen Warnhinweis geben.

„Es geht um eine Abwägung von Nutzen und Risiken. Das Risiko einer seltenen Hirnvenen-Thrombose wird als geringer angesehen als die Folgen, die Nicht-Impfen hat“, erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Donnerstagabend. Wichtig für das Vertrauen sei informiertes Impfen. Die EMA hatte nach dem Bekanntwerden mehrerer Fälle von seltenen Hirnvenen-Thrombosen empfohlen, weiter mit dem Vakzin zu impfen, aber das Bewusstsein für mögliche Risiken zu schärfen. Entsprechende Warnhinweise sollen in den Beipackzettel aufgenommen werden.

Nutzen überwiegen Risiken

Wie der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Professor Klaus Cichutek, erklärte, ist das Risiko-Nutzen-Profil des Impfstoffs von AstraZeneca laut EMA weiterhin günstig. Allerdings seien bei Frauen unter 55 Jahren mehr Fälle von Thrombosen mit Thrombozytopenie im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung berichtet worden, als zu erwarten wären. Es handle sich aber um sehr wenige Fälle. Zudem sei unklar, ob diese Ereignisse ursächlich mit dem Impfstoff in Zusammenhang stünden. Die Fälle würden weiter aufmerksam beobachtet.

Auf Warnsignale achten

Vor diesem Hintergrund sollen Impflinge jetzt entsprechend aufgeklärt und auf Warnsignale hingewiesen werden: Wer vier bis 16 Tage nach der Impfung – also nach Abklingen der üblichen Impfreaktionen – Symptome wie Kurzatmigkeit, Unterleibsschmerzen oder Schwellungen in Armen oder Beinen entwickelt, sollte sich sofort an einen Arzt wenden. Das gleiche gilt bei starken oder anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen.

Bis Montag waren in Deutschland sieben Fälle einer sehr seltenen Hirnvenenthrombose in zeitlichem Zusammenhang mit einer AstraZeneca-Impfung registriert worden. Drei davon mit tödlichem Ausgang. Auf Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts hatte die Bundesregierung daraufhin sämtliche Impfungen mit der AstraZeneca-Vakzine ausgesetzt, um eine Untersuchung durch die EMA abzuwarten. Inzwischen wurden laut BMG insgesamt 13 Fälle von Hirnvenenthrombosen erfasst. Die EMA hat bei rund 20 Millionen Impfungen in der EU und Großbritannien Kenntnis von 7 Fällen einer Verbrauchskoagulopathie (disseminierte intravasale Gerinnung) sowie 18 Fällen einer Hirnvenenthrombose. (ne)


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