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01.11.2020 | Endoskopiepflege | Ausgabe 9/2020

ProCare 9/2020

Professionelle Pflege erhöht die Patientenautonomie

Mangelndes Krankheits- und Symptommanagement bei Menschen mit Leberzirrhose

Zeitschrift:
ProCare > Ausgabe 9/2020
Autor:
BSc Denise Schäfer
Wichtige Hinweise
ist Advanced Nursing Practitioner für Menschen mit chronischen Lebererkrankungen am Ordensklinikum Linz, Barmherzige Schwestern und Auslandskorrespondentin der IVEPA - Interessenverband des Endoskopieassistenzpersonals Österreichs, Arbeitsgruppe Education der European Society of Gastroenterology and Endoscopy Nurses and Associates . Sie ist Autorin bei Pflege Professionell und Studentin der FH Krems, Advanced Nursing Practice.
Eine internationale Systematic Review der europäischen Gesellschaft für Lebererkrankungen (EASL, 2018, S. 1266 – 1267) stellte Defizite in der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose und deren Familien fest. Angehörige der Gesundheitsberufe, unabhängig von ihrer Fachrichtung, berichten, Menschen mit Leberzirrhose suboptimal zu versorgen. Obwohl den behandelnden Ärztinnen und Ärzten die Relevanz der Einhaltung von Leitlinien bewusst war, wie beispielsweise die Bereitstellung von Ernährungsberatung durch professionelle Diätologinnen und Diätologen, wurden diese laut eigenen Angaben oftmals nicht eingehalten. Außerdem gab das Betreuungspersonal an, allgemeine Fragen der Lebensqualität oder Palliativbehandlungsmöglichkeiten mit Patientinnen und Patienten und ihren Familien nicht anzusprechen, es sei denn, sie wurden von den Betroffenen selbst zur Diskussion gestellt. Gleichzeitig erkannten die behandelnden Medizinerinnen und Mediziner, dass ein schlechtes Krankheits- und Symptommanagement und ein Mangel an Aufklärung, Beratungen und Schulungen vorliegen würde. Den Angehörigen der Gesundheitsberufe war bewusst, dass sowohl die Patientinnen und Patienten, als auch die Familienangehörigen, wenig über die Lebererkrankung oder deren Schweregrad wissen, was den Betroffenen jedoch bei einer Behandlung in hohem Maße zugutekommen würde. Zumal es die Pflicht der Medizin und das Recht von Patientinnen und Patienten ist, vollständig über die Erkrankung, Behandlungsmöglichkeiten und Alternativen aufgeklärt, beraten und geschult zu werden. Als Grund dieser Problematik gab das Betreuungsteam fehlende Ressourcen wie spezialisiertes Personal oder Zeit an. ...

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