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04.08.2022 | Politik | Nachrichten

Kostenexplosion

Private Anbieter sehen ambulante Pflege in Gefahr

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Angesichts enorm steigender Kosten sehen die privaten Pflegedienste in Bayern vielerorts die Versorgung in Gefahr. Bis zu 30 % der Dienste im Freistaat könnten aufgeben, so die Befürchtung.

Pflegekräfte  © Sandor Kacso / stock.adobe.comWie oft kommt der Pflegedienst? Bereits jetzt können viele ambulante Dienste den Pflegebedarf ihrer Kunden nicht mehr abdecken.

Explodierende Benzinpreise und die hohe Inflationsrate haben nach Angaben des Arbeitskreises Privater Pflegevereinigungen in Bayern zu einer „dramatischen Steigerung der Sachkosten" von rund 14% geführt. Mit den derzeitigen Vergütungen sei diese Kostensteigerung nicht refinanzierbar, teilte der Zusammenschluss von sechs Pflegeverbänden am Mittwoch mit. „Trotzdem bestreiten die Kassen diese Entwicklung und lehnen Verhandlungen zur Refinanzierung ab“, kritisiert die stellvertretende Geschäftsführerin des DBfK Südost Stefanie Renner.

Holetschek soll eingreifen

Die Verbände fordern Gesundheitsminister Klaus Holetschek auf, „schnellstmöglich zu intervenieren und dafür Sorge zu tragen, dass die ambulante Pflege nicht wegbricht“. Auch vor dem Hintergrund der ab September geltenden Tariflohnpflicht bräuchten die ambulanten Pflegedienste monetäre Planungssicherheit.

Die Vorsitzende des Arbeitgeber- und BerufsVerband Privater Pflege (ABVP) Franziska Arsenijevic machte deutlich: 

„Kein Pflegedienst hat Ressourcen, um solche Kostensteigerungen auf Dauer aufzufangen.“  

Bis zu 30 % der Pflegedienste denken ans Aufgeben

Der Arbeitskreis warnt davor, dass viele Pflegedienste den Betrieb aufgeben oder ihren Kundenstamm weiter verkleinern könnten. Bis zu 30% der Pflegedienst dächten über eine Betriebsaufgabe nach, heißt es. Bereits jetzt könnten aufgrund von Personalmangel in vielen Fällen die Pflegebedarfe der Bestandskunden nicht mehr vollständig gedeckt werden. Neukunden müssten oftmals unversorgt bleiben. Private ambulante Pflegedienste stellen einen großen Teil der ambulanten Versorgung in Bayern sicher. (ne)

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