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2019 | Physiotherapie | Buch

Untersuchen und Befunden in der Physiotherapie

Untersuchungstechniken und Diagnoseinstrumente

verfasst von: Kay Bartrow

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

Buchreihe : Physiotherapie Basics

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Über dieses Buch

Dieses praxisorientierte Lehrbuch vermittelt Schülern und Studierenden der Physiotherapie und Berufseinsteigern das essentielle Handwerkszeug für die physiotherapeutische Untersuchung als Grundlage für eine erfolgversprechende Therapie.

Praktisches Vorgehen, Untersuchungs- und Testverfahren, Befundinterpretation, Dokumentation, sowie kompaktes Hintergrundwissen werden strukturiert und verständlich erläutert. Für jeden Untersuchungsschritt wird das Vorgehen anhand ausführlicher Patientenbeispiele und mit zahlreichen Abbildungen veranschaulicht.

Plus: Zusatzmaterialien zum Download

Neu in der 3. Auflage: typische Fallbeispiele zur Veranschaulichung des Clinical Reasoning Prozesses, erweiterte Hinweise zur Dokumentation von Befundergebnissen, zusätzliche Informationen zum Flaggensystem in der Physiotherapie

Für Ausbildung, Studium, Berufsstart und für erfahrene Therapeuten, die ihr Praxiswissen auffrischen wollen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
1. Befund
Zusammenfassung
Die Befunderhebung bzw. die physiotherapeutische Diagnostik ist die initiale Arbeit für eine physiotherapeutische Behandlung. Bevor der Therapeut „Hand an den Patient legt“, sollte er sich über Folgendes im Klaren sein: Welche Beschwerden hat der Patient? Wie schränken sie den Patienten in seiner Mobilität ein und wie wirken sie sich im Alltag aus? Wie sind die Beschwerden – mit physiotherapeutischen Interventionen – zu behandeln? Um sich über diese Punkte Klarheit zu verschaffen, werden diagnostische Werkzeuge – die Bestandteile der Befunderhebung – vor der ersten Behandlung am Patienten eingesetzt. Erst wenn alle Informationen über den Patienten und dessen Erkrankung erhoben und mit geeigneten Mitteln überprüft wurden, ist eine effektive Therapie möglich.
Kay Bartrow
2. Anamnese
Zusammenfassung
Das Gespräch mit dem Patienten ist in der heutigen Medizin und somit auch in der Physiotherapie durch kein anderes Instrument oder Werkzeug der Diagnostik zu ersetzen. Nur durch den direkten Dialog mit dem durch ein gesundheitliches Problem betroffenen Menschen selbst lassen sich alle relevanten Informationen, die für eine umfassende und effektive physiotherapeutische Behandlung erforderlich sind, in Erfahrung bringen.
Kay Bartrow
3. Inspektion: erstes objektives Untersuchungswerkzeug
Zusammenfassung
Die optische oder visuelle Begutachtung des Patienten ist das erste objektive Untersuchungswerkzeug in der körperlichen Untersuchung. Grundlegend geht es in der Inspektion darum, alle äußerlichen und damit optisch erkennbaren Veränderungen – damit einhergehend auch die objektivierbaren – Abweichungen von der Norm zu erkennen und im Kontext zu den gesundheitlichen Beschwerden des Patienten zu bewerten. Aus den ersten optischen Eindrücken und Erkenntnissen können schon evtl. infrage kommende Erklärungsmodelle für die Beschwerden des Patienten hergeleitet und die ersten Beweise für die in der Anamnese aufgestellten Hypothesen gefunden werden. Die Inspektion ist somit der erste „Step“ in der Beweiskette – der erste objektive Baustein in der physiotherapeutischen Diagnostik, anhand dessen die evaluierten Hypothesen verifiziert werden können.
Kay Bartrow
4. Integration von Alltagsbewegungen – Activities of Daily Life (ADL)
Zusammenfassung
Das Einbinden von Bewegungen/Aktivitäten aus dem täglichen Leben des Patienten in die körperliche Untersuchung bietet in der physiotherapeutischen Diagnostik unzählige Möglichkeiten für weitere Testkombinationen und weiterreichende Interpretationen. Im Clinical-Reasoning-Prozess können Bewegungskombinationen untersucht werden, Beteiligungen einzelner Bewegungen/Strukturen innerhalb von Bewegungsketten erkannt werden, Folgeauswirkungen von funktionellen Störungen exakter erfasst werden und erste Differenzierungen (Ausschlussuntersuchungen) für bestimmte Strukturen/Funktionskomplexe angestrebt und durchgeführt werden. Vor allem bieten ADL die Möglichkeit, den Patienten in alltäglichen Situationen für sein Hauptproblem zu sensibilisieren und ihm durch die Therapie bewirkte Veränderungen vor Augen zu führen.
Kay Bartrow
5. Aktive BewegungsprüfungBewegungsprüfungaktive
Zusammenfassung
Jedes Gelenk des menschlichen Körpers hat ein individuelles – ein von Mensch zu Mensch variierendes – Bewegungsausmaß, das sich anhand der Aktivitätsgewohnheiten und persönlichen Bewegungsvorlieben im Laufe eines Lebens entwickelt. Das aktive Bewegungsausmaß ist somit eine dynamische Größe, die sich je nach Lebenssituation verändern und an die aktuellen Erfordernisse anpassen kann. Die individuellen Lebensumstände (Beruf, Hobby etc.) und Gewohnheiten (Körperhaltung im Stand oder Sitz, Bewegungsverhalten bei ADL etc.) haben einen ebenso großen Einfluss auf das Bewegungsausmaß und die Qualität von Bewegungen wie z. B. Verletzungen oder Operationen, die ein Organismus verkraften muss.
Kay Bartrow
6. Neurologische Untersuchung (NU)
Zusammenfassung
Die neurologische Befundung beinhaltet alle Assessments, Scores und Testverfahren, die erforderlich sind, um die Funktionsfähigkeit des Nervensystems in seinen Teilaspekten zu überprüfen. Das primäre Hauptziel ist es, eine Erklärung für die Symptome des Patienten zu lokalisieren und klinisch zu beweisen. Um eine an die Symptome bzw. Funktionsstörung des Patienten angepasste Untersuchung des Nervensystems in all seinen Funktionsfähigkeiten durchführen zu können, ist es wichtig, die Funktionen des Nervensystems genau zu definieren und die passenden physiotherapeutischen Untersuchungsmöglichkeiten zu ermitteln.
Kay Bartrow
7. Passive Bewegungsprüfung
Zusammenfassung
Wichtige Kriterien in der physiotherapeutischen Diagnostik sind Quantität und Qualität einer Bewegung sowie währenddessen auftretende Schmerzen. Diesen drei Bewegungsbewertungen wird in der passiven Bewegungsprüfung das Kriterium Endgefühl hinzugefügt. Zudem können Muskelspannung und Bewegungsverhalten der Gelenke ertastet werden. Bei der passiven Bewegungsprüfung wird vor allem das Ende der Bewegung bewertet und in Kontext zu den Beschwerden des Patienten gebracht.
Kay Bartrow
8. Palpation
Zusammenfassung
Der Begriff „Palpation“ entstammt dem Lateinischen (palpare = sanft klopfen) und bedeutet heute schlicht Tastbefund. Es handelt sich um einen taktilen Untersuchungsgang in der klinischen Untersuchungsreihe, bei dem durch manuelles Fühlen an bestimmten, für die Behandlung relevanten Strukturen, Veränderungen des Körpergewebes erkannt und beurteilt werden können.
Kay Bartrow
9. Manuelle Muskelfunktionsprüfung
Zusammenfassung
Die manuelle Muskelfunktionsdiagnostik macht einen großen Teil der physiotherapeutischen Befundung aus. Die Anzahl der Patienten mit einer muskuloskelettalen Funktionsstörung ist in der klinischen Praxis sehr hoch einzustufen. Daher haben das Untersuchen der muskulären Strukturen und deren Funktionen sowie das Erkennen von muskulären Dysfunktionen einen großen Stellenwert.
Kay Bartrow
10. Messungen im physiotherapeutischen Untersuchungsprozess
Zusammenfassung
Messungen gehören in der physiotherapeutischen Diagnostik zur Gruppe der objektiven Untersuchungswerkzeuge. Längen-, Umfang- und Winkelmessungen sind standardisierte Messungen bei den verschiedensten muskuloskelettalen Beschwerdebildern. Sie gehören zum grundlegenden physiotherapeutischen Rüstzeug und liefern dem Therapeuten Werte rund um den mechanischen Bewegungsapparat. Die Messwerte sind ausschlaggebend für eine zielgerichtete Therapie am Patienten. Zur Integration in den Therapieplan bedarf es allerdings zuerst einer klinischen Interpretation der Messergebnisse; diese müssen bzgl. ihrer Aussagekraft bewertet werden. Erst wenn ein Zusammenhang zwischen den Messergebnissen und den aktuellen Beschwerden des Patienten sichergestellt ist, sind die Ergebnisse für Behandlung und Wiederbefund relevant.
Kay Bartrow
11. Spezielle strukturelle Testverfahren
Zusammenfassung
Treten bei einem Patienten Symptome in einer Körperregion auf, die auf eine funktionelle Störung oder eine strukturelle Verletzung einer spezifischen anatomischen Struktur hindeuten, müssen Tests angewandt werden, um Intaktheit und Funktionsfähigkeit dieser Struktur beurteilen zu können. Nur über Tests lassen sich spezifische Strukturen in der physiotherapeutischen Untersuchung als mögliche Ursachen der Symptome ausschließen oder als klinisch relevant bezeichnen und entsprechend in die Therapie einbinden. Dieses Kapitel stellt eine kleine Auswahl spezieller Testverfahren von klinisch relevanten Strukturen vor, die in der praktischen Arbeit eine große Hilfe sein können.
Kay Bartrow
12. Dokumentation der Befundergebnisse und Erstellen professioneller Therapieberichte
Zusammenfassung
In der physiotherapeutischen Praxis ist die Dokumentation der Untersuchungsergebnisse, Therapieinterventionen und Reaktionen des Patienten unerlässlich. Dazu muss ein geeignetes Dokumentationsschema entwickelt werden, das zum einen praxistauglich ist und zum anderen möglichst vielen Patientenproblemen gerecht wird. Diese Bedingungen sind nur sehr schwer mit einem einzigen Befundbogen zu erfüllen, da sie stark vom Tätigkeitsschwerpunkt des Therapeuten abhängen. In der Physiotherapie existieren sehr viele unterschiedliche Dokumentationsbögen, da jedes Therapiekonzept andere Schwerpunkte setzt. Die in diesem Kapitel vorgestellten Befundbögen dienen als kleine Hilfe und können (sollen) weiterentwickelt werden.
Kay Bartrow
13. Patientenbeispiele – Vom Befund zum Therapieplan
Zusammenfassung
Eine ausführliche Dokumentation der physiotherapeutischen Untersuchung kann Wegbereiter für das Erreichen vielfältiger Ziele sein. Damit lassen sich gezielte Planungen in Bezug auf weitere erforderliche Untersuchungen oder Behandlungen darstellen und nachvollziehen. So unterstützt diese Vorgehensweise auch bei der Entwicklung wichtiger Clinical-Reasoning-Gedanken und führt zu einer sicheren Therapie, die immer am aktuellen Stand des Patienten orientiert stattfinden sollte. Zudem erleichtert eine umfassende Dokumentation auch das Erstellen von professionellen Therapieberichten. In den vorliegenden Patientenbeispielen werden gängige Krankheitsbilder der lumbalen Wirbelsäule, der Hüftgelenke, Schultergelenke und Kniegelenke bearbeitet und vorgestellt. Praxisnah aufgearbeitet unterstützen sie einen Patienten zentrierten Clinical-Reasoning-Prozess.
Kay Bartrow
14. Lernziel- und Fragenkatalog zur Überprüfung des praktischen und theoretischen Wissens
Zusammenfassung
Lernziel ist die praktische Umsetzung der physiotherapeutischen Befunderhebung am Patienten. Die einzelnen Lernzielschritte können als Übungsanweisungen genutzt werden; sie sollen die Inhalte des Buchs durch praktisches Üben vertiefen.
Kay Bartrow
Backmatter
Metadaten
Titel
Untersuchen und Befunden in der Physiotherapie
verfasst von
Kay Bartrow
Copyright-Jahr
2019
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-58298-5
Print ISBN
978-3-662-58297-8
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-58298-5