Zum Inhalt

Stundenkonzepte für Menschen mit Demenz in der Pflege

Werteorientierte Gruppenarbeit - Validierende Aktivierung©

Über dieses Buch

Beschäftigung, Aktivierung und Lebensqualität für Menschen mit Demenz

Das Praxisbuch für Gruppenleitende in der Demenzbetreuung bietet über 20 komplett vorbereitete Stundenkonzepte zu unterschiedlichen Lebensthemen, wie z.B. Familie, Natur, Feste, Kindheit, Essen, Arbeit. Durch die detaillierte Anleitung der einzelnen Beschäftigungsstunden benötigt die Gruppenleitung kaum Vorkenntnisse und kann sofort passende Stundenkonzepte praktisch durchführen. Die neuartige Methode der Validierenden Aktivierung wurde aus der Praxis heraus entwickelt underleichtert nicht nur die Kommunikation mit demenzerkrankten Menschen, sondern stärkt auch die Lebensqualität. Es ermöglicht die Wahrnehmung des Menschen mit Demenz als Person – mit seiner Lebensgeschichte, seinen Fähigkeiten und Emotionen.

Aus dem Inhalt

Detaillierte Stundenkonzepte begleiten Schritt für Schritt durch die Gruppenstunde

Tipps zum Einstieg in das StundenthemaVorschläge für Gegenstände, Lieder u.v.m.

Hinweise, welche Ressourcen gefördert werden

Eine hilfreiche Ideensammlung für Altenpflegerinnen und Gruppenleitungen in Pflegeeinrichtungen, Tagesgruppen und anderen Betreuungsangeboten für Menschen mit Demenz.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Theorie

    1. Frontmatter

    2. 1. Demenz und Validierende Aktivierung

      Ellen Prang, Irene Gabriel, Helga Schloffer
      Zusammenfassung
      Das Kapitel 1 ist in vier Abschnitte untergliedert und beginnt mit den Grundlagen der Demenz. Arten und Verläufe werden erläutert und Ursachen diskutiert. Der zweite Abschnitt befasst sich mit den zahlreichen Facetten der Validation. Es werden drei Phasen beschrieben, in Anlehnung an Naomi Feil. Schwerpunkt bildet die Fragetechnik, die in den verschiedenen Phasen unterschiedlich ist. Im dritten Abschnitt beschreibt die Autorin die Bedeutung der Biografiearbeit mit dementen Menschen für die Validierende Aktivierung. Was prägte das Individuum, welche Einstellungen und Haltungen, Normen und Werte sind erkennbar? Diese Informationen erleichtern den Zugang zu den Betroffenen und bieten Anknüpfungspunkte für die validierende Aktivierung. Im 4. Abschnitt werden die Ziele der Validierenden Aktivierung mit dementen Menschen erklärt. Wie gelingen kognitive, sensorische, emotionale und soziale Aktivierung sowie die Ressourcenorientierung?
    3. 2. Validierende Aktivierung – eine Zusammenführung

      Irene Gabriel, Helga Schloffer
      Zusammenfassung
      Dieses Kapitel beschreibt die fünf Gemeinsamkeiten und kleinen Unterschiede einer Validationsgruppe von einer Validierenden Aktivierungsgruppe. Informationen über die Zielgruppen, Musik und Bewegung sowie Ziele und Ablauf der Gruppenstunden werden erläutert. Die Basis bilden die Biografie und die Lebenswerte der Teilnehmenden. Die Ableitung der Lebenswerte erfolgt aus den vier Säulen der Identität. Folgende Bausteine des Stundenablaufs einer Validierenden Aktivierung werden beschrieben: Aufwecker/Einstimmung, biografisches Gespräch, Erinnerungsanker, Lebenswerte und das Ende der Einheit. Sie sind flexibel anwendbar und von der Entwicklung des Gesprächs während der Gruppenstunde abhängig. Die Umsetzung der Stundenkonzepte erfordert von der Gruppenleiterin eine personzentrierte Haltung. Die Merkmale werden in Anlehnung an Rogers und Schmidt erklärt.
  3. Die Methode

    1. Frontmatter

    2. 3. Praktische Umsetzung der personzentrierten Haltung

      Helga Schloffer, Irene Gabriel
      Zusammenfassung
      Im 3. Kapitel geht es um die verschiedenen Facetten der Umsetzung der personzentrierten Haltung im Stundenverlauf, die eine große Herausforderung an die Gruppenleiterin darstellt und Sensibilität und Empathie erfordet, um sich in die Welt der dementen Menschen hineinfühlen zu können. Näher eingegangen wird auf die Grundprinzipien wie Zeit-Nehmen, Anpassen der Informationsmenge an die Stadien und nonverbale Kommunikation. Die Bedeutung der Kommunikation auf gleicher Ebene ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Validierenden Aktivierung. Es betrifft sowohl eine wertschätzende Haltung als auch die tatsächliche Körperhaltung. Am Schluss geben die Autorinnen Hinweise zur Gruppenbildung. Die Aufnahme in die Gruppe orientiert sich nicht nur an den vorhandenen Ressourcen, sondern wird auch davon bestimmt, ob die Teilnehmer sich wohlfühlen und von den Aktivitäten profitieren. Die mögliche Zusammensetzung einer typischen Aktivierungsgruppe wird an einem Beispiel vorgestellt.
    3. 4. Gestaltung einer validierenden Aktivierungseinheit

      Helga Schloffer, Irene Gabriel
      Zusammenfassung
      In systematischer Folge wird ein roter Faden, der durch die Einheit führt, praxisnah dargestellt. Das Milieu (Ort, Sitzordnung und Umfeld) trägt in entscheidender Weise dazu bei, ob sich die Teilnehmenden wohlfühlen und die Aktivierung gelingt. Tipps zur Wahl der Tageszeit und möglichen Verhaltensweisen der Gruppenleiterin bei Unterbrechungen helfen beim Transfer der Stundenkonzepte in die Praxis. Die Gruppenleiterin bekommt zusätzlich Informationen zu den Themenbereichen Musik und Bewegung – einschließlich der Ziele, die durch das Beispiel der Stundeneinheit „Wandern“ veranschaulicht werden. Auf die Präsentation der Erinnerungsanker wird besonderer Wert gelegt. Es sollten möglichst alle Sinne angesprochen werden. Beispiele für begleitende biografische Fragen und Möglichkeiten der Ressourcenstärkung der Teilnehmenden ergänzen die Ausführungen. Die Anpassung der Kommunikation an die unterschiedlichen Phasen bestimmt, ob die Teilnehmenden sich angesprochen fühlen und reagieren. Der Einstieg in die Wertebene wird angesprochen. Das Kapitel endet mit Fragen zur Selbstreflexion der Gruppenleitung.
  4. Stundenkonzepte – Vom Wissen zum Handeln

    1. Frontmatter

    2. 5. Gebrauchsanleitung zur Verwendung der Stundenbilder

      Helga Schloffer, Irene Gabriel
      Zusammenfassung
      Die Beschreibung der Stundenbilder erfolgt tabellarisch und ist unterteilt in Inhalt/Ablauf und Durchführung. Jede Einheit beinhaltet Anfangsphase, Beispiele für Erinnerungsanker, biografische Fragen, Förderung der Ressourcen, Werte- und Gefühlsebene und Schlussphase, einschließlich der jeweiligen praktischen Umsetzung. Alle Stundenkonzepte sind vielfach in der Praxis erprobt und evaluiert worden. Die ausführliche Darstellung des Ablaufplans der Einheiten erleichtert den Transfer ohne zeitintensive Vorbereitung. Anregungen bieten die Arbeitshilfen im Serviceteil und in der Literaturliste.
  5. Backmatter

Titel
Stundenkonzepte für Menschen mit Demenz in der Pflege
Verfasst von
Helga Schloffer
Irene Gabriel
Ellen Prang
Copyright-Jahr
2017
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-52761-0
Print ISBN
978-3-662-52760-3
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-52761-0

Informationen zur Barrierefreiheit für dieses Buch folgen in Kürze. Wir arbeiten daran, sie so schnell wie möglich verfügbar zu machen. Vielen Dank für Ihre Geduld.