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Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz

Praxisleitfaden zum Expertenstandard

Über dieses Buch

​Gemeinsam das Leben leben!Dieses Buch richtet sich an Praktiker und Führungspersonen aus dem Pflegebereich und bietet alle wichtigen Aspekte für die erfolgreiche Umsetzung des neuen Expertenstandards „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“. Der erfahrene Autor beginnt mit der Frage, was Beziehung im Kontext des Standards überhaupt bedeutet und stellt dabei die Haltung der Einrichtung gegenüber den Betroffenen dar. Wie kann man Haltung und Wohlbefinden erfragen und bemessen? Wie lassen sich die Kriterien des Standards praktisch umsetzen? Hier finden Sie erprobte Ideen mit denen Sie die Hürden und Herausforderung bei der Umsetzung des Expertenstandards meistern.
So verbessern Sie den Umgang miteinander in Ihrer Einrichtung und fördern das Wohlbefinden Ihrer Klienten.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Kapitel 1. Ausgangslage und Blick in die Zukunft

    Bernhard Langner
    Zusammenfassung
    Darstellung der Entwicklung der Anzahl der Demenzerkrankungen sowie ein Ausblick in die Zukunft der Situation in Deutschland. Ausgehend von der Konsistenztheorie nach Grawe wird das Thema Beziehung im Kontext des Expertenstandards „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“ erläutert. Da eine Beziehung immer ein Gegenüber benötigt, schließt sich eine Diskussion über Nähe und Distanz im Pflegealltag an.
  3. Kapitel 2. Die eigene Haltung

    Bernhard Langner
    Zusammenfassung
    Diskutiert werden Möglichkeiten, ob und wie eine einrichtungsinterne Haltung geschaffen und gelebt werden kann. Vor- und Nachteile integrativer sowie segregativer Versorgung von Menschen mit Demenz werden dargestellt und anhand von Best-Practice-Beispielen veranschaulicht. Dabei werden Beispiele aus unterschiedlichen Settings, in denen eine Versorgung von Menschen mit Demenz stattfindet, dargestellt.
  4. Kapitel 3. Welche Haltung nehmen Mitarbeitende zu Menschen mit Demenz ein?

    Bernhard Langner
    Zusammenfassung
    Die Nutzung des ADQ kann hilfreich sein, um die Einstellung der Mitarbeitenden gegenüber Menschen mit Demenz in Erfahrung zu bringen und Veränderungen der Einstellung abzubilden. Dargestellt werden verschiedene Studien, in denen der ADQ genutzt wurde. Die unterschiedlichen Ergebnisse werden diskutiert.
  5. Kapitel 4. Selbsterfahrung zu den Gefühlen eines Menschen mit Demenz

    Bernhard Langner
    Zusammenfassung
    Gefühle von Menschen mit Demenz nachzuempfinden wird mit dem Selbsterfahrungstool „Hands-on Dementia“ möglich. Inhalte und Einsatzmöglichkeiten von Hands-on Dementia werden dargestellt, und praktische Tipps für die Umsetzung werden gegeben. Einschränkungen im Alter durch unterschiedliche Erkrankungen bzw. nachlassende Sinnesleistungen können mit Alterssimulationsanzügen erfahrbar gemacht werden. Gewinnbringende Umsetzungsmöglichkeiten werden dargestellt. Selbsterfahrungen zu Hilfebedürftigkeit und Abhängigkeit können im Rahmen sogenannter Schattentage gewonnen werden. Die Darstellung des Konzepts und die Erläuterung von Einsatzmöglichkeiten erfolgen hier.
  6. Kapitel 5. Der Expertenstandard „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“

    Bernhard Langner
    Zusammenfassung
    Die Anforderungen des Expertenstandards „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“ werden dargestellt und praxisnahe Umsetzungstipps gegeben. Die erforderlichen Rahmenbedingungen, die eine Einrichtung oder ein Dienst im Rahmen der Implementierung schaffen muss, werden erläutert. Die Anforderungen an jede Pflegefachkraft werden dargestellt. Diverse bereits erprobte Wege, wie das Wohlbefinden von Menschen mit Demenz gesteigert und die Ziele des Expertenstandards erreicht werden können, werden praxisnah dargestellt.
  7. Kapitel 6. Kann ich Wohlbefinden messen?

    Bernhard Langner
    Zusammenfassung
    Wie Wohlbefinden und Lebensqualität von außen eingeschätzt werden können, wird anhand der Darstellung dreier Instrumente erläutert. Das „Heidelberger Instrument zur Erfassung der Lebensqualität demenzkranker Menschen“ (H.I.L.D.E.), „Dementia Care Mapping“ (DCM) und das daraus abgeleitete Profil für Wohlbefinden werden ausführlich dargestellt und ihre Einsatzmöglichkeiten und Grenzen in der täglichen Versorgung werden erläutert. Der professionellen Krankenbeobachtung wird dabei ein hoher Stellenwert eingeräumt.
  8. Kapitel 7. Was das Wohlbefinden stört

    Bernhard Langner
    Zusammenfassung
    Diverse Aspekte können das Wohlbefinden stören. Dargestellt wird, wie zu viele Reize – also eine Reizüberflutung –, aber auch zu wenig Reize – die sogenannte Deprivation – negative Auswirkungen auf die Lebensqualität von Menschen mit Demenz haben. Die Folgen funktioneller Inkontinenz oder Dranginkontinenz auf das Wohlbefinden werden ebenso dargestellt wie die Auswirkungen fehlender Fähigkeiten, Hunger, Durst und Kälteempfinden kundzutun. Einen großen Raum nimmt die Darstellung der Fremdeinschätzungsinstrumente BESD, DoloPlus 2 und PAIC 15 zur Erkennung von Schmerzen ein.
  9. Kapitel 8. Ideen für eine nachhaltige Umsetzung

    Bernhard Langner
    Zusammenfassung
    Nach einer kurzen Darstellung, wie Veränderungsprozesse umgesetzt werden können, wird das Audit des Expertenstandards „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“ dargestellt, und Einsatzmöglichkeiten werden erläutert. Eine nachhaltige Umsetzung kann nur gelingen, wenn das Wissen der Mitarbeitenden aktuell gehalten wird, was durch die dargestellten Fortbildungsinhalte gelingen kann. Die Nutzung von Mitarbeitervisiten und Fallbesprechungen zur Überprüfung des Grades der Umsetzung ist sinnvoll. Abschließend wird erläutert, wie das Thema Beziehungsgestaltung durch das Vorleben der Führungskräfte und Reflexionsrunden für Mitarbeitende präsent bleibt.
  10. Kapitel 9. Dokumentation

    Bernhard Langner
    Zusammenfassung
    Die Dokumentationsanforderungen des Expertenstandards „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“ werden dargestellt. Erläutert werden die Möglichkeiten der Dokumentation nach dem Strukturmodell, nach dem Modell der ABEDL nach Monika Krohwinkel und nach den ATL nach Liliane Juchli.
  11. Kapitel 10. Warum es sich lohnt, in Beziehung zu treten

    Bernhard Langner
    Zusammenfassung
    Dargestellt werden die Chancen und Risiken, die sich aus der Einführung des Expertenstandards „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“ ergeben. Ein subjektiver Blick auf den Paradigmenwechsel, der mit der Einführung des Expertenstandards verbunden ist, schließt das Kapitel ab.
  12. Backmatter

Titel
Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz
Verfasst von
Bernhard Langner
Copyright-Jahr
2020
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-59689-0
Print ISBN
978-3-662-59688-3
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-59689-0

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