Bayern will Versorgungsangebote für schwerstkranke und sterbende Kinder und Jugendliche weiter ausbauen. Das bekräftigte Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach zum Tag der Kinderhospizarbeit.
„Wenn junge Menschen schwer erkranken, wirft dies das Leben der ganzen Familie aus der Bahn“, erklärte die Ministerin am Samstag. Betroffene Familien seien bei der Bewältigung ihres oft extrem herausfordernden Alltags auf Unterstützung angewiesen. Eine entscheidende Rolle spiele dabei die Hospizarbeit.
Nach Angaben des Ministeriums stehen derzeit bayernweit 15 ambulante Kinderhospizdienste zur Verfügung. Zahlreiche Hospizdienste für Erwachsene ergänzen das Angebot über speziell geschulte Kinderhospizbegleiterinnen und -begleiter. Daneben gibt es zwei stationäre Hospize für Kinder und Jugendliche mit insgesamt 20 Plätzen und insgesamt zwölf Plätze in teilstationären Hospizen. Die Palliativversorgung stellen sechs SAPV-KJ sowie ein Kinderpalliativzentrum am Uniklinikum München sicher.
Finanzielle Förderung von Versorgungsstrukturen
Bayern unterstütze seit Jahren den Auf- und Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung, so die Ministerin. So werde die Errichtung von stationären Hospizplätzen sowie teilstationären Tageshospizplätzen mit bis zu 10.000 Euro pro neu geschaffenem Platz in Form einer Investitionskostenförderung unterstützt. Der Aufbau von SAPV-Teams sowie der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung für Kinder und Jugendliche (SAPV-KJ) werde mit bis zu 15.000 Euro pro Team gefördert.
Ministerin Gerlach sprach allen Akteuren in der Kinder- und Jugendhospizarbei große Anerkennung aus: „Die Menschen, die sich in der Kinder- und Jugendhospizarbeit engagieren, sind für die ganze Familie sehr wichtig. Sie unterstützen die Familien und betroffenen Kinder dabei, körperliches, psychisches, soziales und spirituelles Leiden zu lindern." (ne)