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40. Osteoporose und Knochenmark

  • 2021
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  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

  • Die blutbildenden Gewebe und das Knochengerüst stellen eine anatomische Einheit dar, die sich gegenseitig unterstützen und beeinflussen – das Knochen-Knochenmark-System.
  • Eine spezifische Mikroumgebung („niche“) des Knochenmarkes ist für die Aufrechterhaltung und Regulation der Hämatopoiese und deren Stammzellen notwendig. Selbst die Matrix und andere Sekretionsprodukte der Knochenzellen sind an der Regulierung der hämatopoietischen Stammzellen und der Lymphopoiese (B-Zellen) beteiligt.
  • Nach den Entstehungsmechanismen unterscheidet man folgende myelogene Osteopathien: markatrophische Osteoporose (Markaplasie), ischämische Osteopathie (Marknekrose), Suppressionsosteoporose (Metastasen), hämatische Osteodysplasie (Hyperplasie der Erythropoiese, Leukämien) und Osteomyelosklerose-Syndrom.
  • Myelogene Osteopathien können herdförmig lytisch und/oder generalisiert osteoporotisch auftreten, abhängig von der Ausdehnungsform der jeweiligen Knochenmarkerkrankung (z. B. Mastozytose, multiples Myelom).
  • Ein ausgeprägter Knochenschwund findet sich vor v. a. bei Erkrankungen mit hyperplastischer Erythropoiese (hämolytische Anämien), bei chronischen Leukämien und bei Speicherkrankheiten.
  • Die systemische Mastozytose ist charakterisiert durch eine pathologische Akkumulation von Mastzellen in bindegewebigen Strukturen und v. a. im vaskulären Stroma. Befallen sind hauptsächlich die Haut, der Knochen und der Magen-Darm-Trakt.
Titel
Osteoporose und Knochenmark
Verfasst von
Reiner Bartl
Christoph Bartl
Copyright-Jahr
2021
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-62528-6_40
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