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57. Morbus Paget des Knochens

  • 2021
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  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

  • Der Morbus Paget des Knochens ist eine mono- oder polyostotische Erkrankung mit genetischer Prädisposition. Auch chemische Noxen und Virusinfektionen werden als mögliche Kofaktoren angesehen.
  • Die Prävalenz des Morbus Paget betrug in Deutschland bei über 50-jährigen Personen etwa 1–2 %. Es gibt ein gehäuftes Auftreten in prädisponierten Familien. Im Verlauf der letzten 30 Jahren hat die Häufigkeit des Morbus Paget aber deutlich abgenommen.
  • Lokal erhöhte, unkontrollierte und chaotische Knochenumbauvorgänge führen zu Knochenverformungen, Schmerzen und Frakturen. In der Regel liegt ein Mischbild aus lytisch/osteoporotischen und sklerotischen Bezirken vor. Neurologische und kardiovaskuläre Komplikationen kommen hinzu.
  • Die alkalische Phosphatase im Serum ist der wertvollste Laborwert für die Diagnosestellung und Verlaufsbeurteilung, Szintigrafie, CT und/oder MRT belegen die Ausdehnung und die Schwere der Erkrankung.
  • Zoledronat ist heute die Therapie der Wahl. Häufig bedarf es nur eine einzige Infusion, um beschwerdefrei zu werden. Denosumab kann auch bei eingeschränkter Nierenfunktion gegeben werden, ist aber noch nicht für die Therapie des Morbus Paget zugelassen. Cave Hypokalzämie!
Titel
Morbus Paget des Knochens
Verfasst von
Reiner Bartl
Christoph Bartl
Copyright-Jahr
2021
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-62528-6_57
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