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01.07.2012 | Beiträge zum Themenschwerpunkt | Ausgabe 5/2012

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 5/2012

Die regionalwirtschaftliche Bedeutung der gesetzlichen Rentenversicherung

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 5/2012
Autoren:
Prof. Dr. U. Fachinger, Dr. M. Stegmann

Zusammenfassung

Die regionale Bedeutung von Alterssicherungssystemen wurde bis dato wenig beachtet. Beispielsweise fokussierte die Diskussion bezüglich der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) weitestgehend auf die Unterscheidung zwischen der Situation in West- und Ostdeutschland. Die Leistungen von Alterssicherungssystemen können jedoch auch auf regionaler Ebene Wirkung entfalten. Der vorliegende Beitrag betrachtet die regionalökonomische Bedeutung beispielhaft anhand der GRV und behandelt vor diesem Hintergrund einige der Konsequenzen des sich reduzierenden Leistungsniveaus. Die deskriptive Analyse verdeutlicht die regionalwirtschaftliche Bedeutung der Leistungen der GRV u. a. als Beitrag zur regionalen Kaufkraft mit vielfältigen direkten und indirekten Wirkungen, die je nach regionaler Spezifität unterschiedlich ausfallen. So erfahren Regionen mit einer geringen Wirtschaftskraft in der Regel einen erheblichen Mittelzufluss durch die Leistungen der GRV. Diese Leistungen sind aber auch für die Finanzlage der Kommunen von hoher Bedeutung, da durch sie das Entstehen sozialer Problemlagen verhindert oder abgemildert wird. Eine Reduzierung des Leistungsniveaus impliziert einen Einkommensausfall für private Haushalte, von dem die Landkreise und kreisfreien Städte in unterschiedlichem Umfang betroffen werden. Insgesamt gesehen sind die Leistungen der GRV für die Angleichung oder Verstärkung der Unterschiede in den regionalen Lebensverhältnissen beispielsweise zwischen den Agglomerations- und den ländlichen Räumen von hoher Relevanz.

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