Mental-Health-Apps versprechen, das emotionale Selbstmanagement durch Datenanalysen und Risikovorhersagen zu optimieren. Nutzer lernen, sich und ihre Gefühle durch die vorgefertigten Raster der Apps wahrzunehmen und deren Statistiken und Wahrscheinlichkeiten für bedeutsame Aussagen über sich selbst zu halten. Die Digitalisierung schafft also neue Formen der Verhaltenskontrolle und des Emotionsmanagements, die das Selbst in ein Datenprofil verwandeln. Zuhören und Verstehen, die Grundlagen einer heilenden Beziehung, werden durch Datenerfassung, Prädiktion und angeleitetes Selbstmanagement abgelöst.